Spieltag der Entscheidungen

Im Fernduell kämpfen Türkspor Mosbach (rot) und der FV Lauda (blau) um den Titel. Die besseren Karten vor dem Spieltag hat der FVL, der mit einem Punkt Vorsprung in das Saisonfinale geht. Foto: Stefan Weindl

Wer kürt sich zum Meister der Landesliga Odenwald? Türkspor Mosbach will gewinnen und sich am FV Lauda vorbei an die Spitze schieben

Von Hubert Waldenberger

Neckar-Odenwald-Kreis. Den letzten Landesligaspieltag angelehnt an den Song der schwedischen Hard-Rock-Band Europe mit „The Final Countdown“ zu überschreiben, wäre aufgrund des Song-Textes überzeichnet, doch finaler Spieltag trifft zu. Mit Blick auf den Abstieg und die Meisterschaft, inklusive Relegationsplätze, sind die Begegnungen am Pfingstwochenende für die Mehrzahl der Vereine nicht mehr wirkungsrelevant. Und für den TSV Oberwittstadt sowie den FC Hundheim-Steinbach ist die Saison bereits gelaufen, denn beide Mannschaften sind spielfrei.

In der Aufstiegsgruppe empfängt bereits am heutigen Freitag um 19 Uhr der SV Neunkirchen den FC Grünsfeld, der in der Vorrunde mit einem 4:0-Erfolg drei Punkte aus dem Kleinen Odenwald entführte. Unabhängig vom Spielstand nach dem heutigen Schlusspfiff bleibt es in der Tabelle beim Status quo beider Teams: Neunkirchen Platz acht, Grünsfeld Rang vier.

Fast Gleiches gilt für das Heimspiel des FV Mosbach gegen den VfR Uissigheim. Der dritte Tabellenplatz der Kreisstädter ist fixiert. Nach oben geht nichts mehr, von den nachrangig Platzierten droht keine Gefahr. Uissigheim hingegen könnte eventuell mit dem SV Königshofen den Tabellenplatz tauschen, falls der VfR beim MFV gewinnen sollte und die Königshöfer gegen Lauda verlieren würden. Bei dieser Konstellation käme die Tordifferenz zum Tragen. Ergo nichts Definitives, vielmehr dominiert der Konjunktiv.

„Es gibt wirklich nicht viel zu sagen, wir müssen nach vorne schauen und unser Heimspiel gegen den TSV Höpfingen gewinnen“, lautet der Kommentar des Türkspor-Trainers Erol Arslan zur Partie am Pfingstmontag. Die mit einem Zähler weniger als der FV Lauda (55 Punkte) den zweiten Tabellenplatz einnehmende Arslan-Elf muss gegen Höpfingen einen Dreier verbuchen und zugleich auf das Resultat des FV Lauda schauen. Fällt diese Kombination günstig für Türkspor aus, ist die Meisterschaft plus Verbandsligaaufstieg angesagt. Falls nicht, stehen für Erol Arslans Mannen Aufstiegsrelegationsspiele im Kalender. Derweil kann der TS-Gast aus Höpfingen locker in die Partie gehen, wobei nach wie vor das Motto des Höpfinger Trainers Daniel Nohe Bestand hat: „In der Aufstiegsrunde hat es den besonderen Anreiz gegen die besser Platzierten und Meisterschaftsfavoriten zu punkten.“

Falls der FV Lauda als Meister durchs Ziel geht, werde der FV sein Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen, lautet eine kolportierte Mutmaßung, die jedoch nicht mit den Fakten korrespondiert. „Wir wollen im Heimspiel gegen den SV Königshofen die Meisterschaft perfekt machen und dann definitiv aufsteigen“, beantwortet Laudas Vereinspräsident Kristofer Schädle die Frage der RNZ. Momentan besitzt das Substantiv Riss beim Tabellenführer eine besondere Bedeutung. Riss plus eine Präfix-Sonderart: Kreuzbandriss, Außenbandriss. „Wir haben einige Spieler mit solchen Verletzungen“, erklärt Kristofer Schädle. Auch der zum FV-Spielerkader gehörende Vereinspräsident fällt verletzungsbedingt aus. Allerdings nicht aufgrund eines angerissenen oder gerissenen Teils des Bandapparats, sondern aufgrund einer Fußfraktur. „Personell sind wir zwar angeschlagen, das können wir durch die breite unseres Kaders und den eingesprungenen Stand-by-Spielern jedoch auffangen“, so Kristofer Schädle, der den Stadtderby-Charakter der Partie betont. „Zum Saisonabschluss für uns nochmals eine heikle Aufgabe und echte Herausforderung zugleich“, beschreibt Martin Michelbach, der Sportliche Leiter des SV Königshofen, die Partie aus Sicht der Messestädter. Aufgrund der Gesamtkonstellation (meisterschaftsrelevantes Match, in den nachrangigen Ligen im Main-Tauber-Kreis an Pfingstmontag keine Spiele) sieht Michelbach eine vierstellige Zuschauerzahl im Bereich des Möglichen.

Von den neun in der Wertung der Abstiegsgruppe stehenden Mannschaften haben lediglich der FC Schloßau sowie der FV Reichenbuch das Ticket für eine weitere Landesligasaison bereits in der Tasche, derweil für den FV Elztal, den FC Hundheim-Steinbach, den FSV Waldbrunn sowie den TSV Assamstadt die Rückstufung in die Kreisliga besiegelt ist. Der SV Wagenschwend, der SV Nassig und der TSV Rosenberg sind noch gefährdet, wenngleich mit unterschiedlichen Gefährdungslagen. Außerdem droht diesem Trio nicht der Direktabstieg, sondern „nur“ eine Sonderschicht in der Relegation.

„Die Liga insgesamt wird bis zum letzten Spieltag spannend bleiben. Inwieweit wir davon betroffen sind, haben wir selbst in der Hand“, konstatierte Wagenschwends Spielertrainer Daniel Merz nach dem 2:2 gegen den FC Schloßau Mitte der vergangenen Woche, als die Merz-Elf Rang vier belegte, sich nachfolgend mittels eines Dreiers gegen Reichenbuch jedoch auf Position drei schob. Die Ausgangslage vor dem Heimspiel gegen den SV Nassig: SVW 31 Zähler, SVN 29 Punkte. Folglich wären die Wagenschwender mit einem Remis aus dem Schneider, doch darauf werden sie nicht spekulieren, denn das könnte mit Blick auf den TSV Rosenberg möglicherweise schiefgehen.

Die Rosenberger belegen mit 28 Zählern den Relegationsplatz, den sie hinter sich lassen könnten, wenn sie mit einem Dreierpack aus Assamstadt ins Bauland zurückkehren würden. Das ist Voraussetzung Nummer eins. Danach wäre das Weitere vom Resultat der Partie zwischen Wagenschwend und Nassig abhängig. TSV-Spielertrainer Daniel Breitingers Equipe könnte im Fall einer Nassiger Niederlage jedoch auch ein Unentschieden reichen, wobei dann der Tordifferenz die Bedeutung des Züngleins an der Waage zukäme. Zumindest Daniel Breitinger scheint der TSV Assamstadt zu liegen. Zwar zog Rosenberg in der Vorrunde gegen Assamstadt den Kürzeren (3:4), doch dem Spielertrainer der Bauländer gelangen drei Goals.

Der FV Elztal empfängt in Rittersbach den FC Schloßau, ergo steht eine Partie zwischen dem Tabellenersten und dem Tabellenletzten der Gruppe auf dem Programm. Die Elztäler brachten es in den 18 Begegnungen der Vorrunde gerade mal auf sechs Punkte, in den bisherigen sieben Rückrundenspielen verdoppelte Trainer Michael Schäfers Team die Punktzahl (13). In der Abschlusspartie wird sich der FV von seiner besten Seite zeigen wollen, sodass Spielertrainer Christian Schäfers Schloßauer Truppe auf der Hut sein muss.

„Den Abschluss der Vorrunde hatten wir uns alle anders vorgestellt. Aber wir müssen und werden die Situation so annehmen wie sie ist und versuchen, mit aller Macht die Klasse zu halten“, fasste Markus Guckenhan, der Vorsitzende des FSV Waldbrunn, Mitte April die Situation der Elf vom Hohen Odenwald zusammen. Doch der FSV kam in der Abstiegsgruppe nicht auf die Beine. Auch der am Montag beim FSV gastierende FV Reichenbuch gab hin und wieder Rätsel auf, dennoch rutschte Spielertrainer Dominik Webers Mannschaft nie in ernsthafte Abstiegsgefahr. Beim Match zwischen Waldbrunn und Reichenbuch wird die Erinnerung an die FSV-FV-Begegnung am 30. April 2019 wach. Die ebenso spannende wie unterhaltsame Partie endete nach Toren in inflationärer Zahl mit 5:5. Bieten die beiden Mannschaften den Zuschauern wiederum solch einen Fußball-Leckerbissen?

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