TSV will punkten

TSV will punkten

LANDESLIGA ODENWALD KÖNIGSHOFEN WILL IM ZWEITEN HEIMSPIEL GEGEN UISSIGHEIM NACHLEGEN / NACH DEM ACHTELFINALSIEG IM POKAL GEHT’S FÜR LAUDA IN GRÜNSFELD WEITER

FV geht mit stolzgeschwellter Brust ins große Derby

Sieben Mannschaften sind in der Landesliga Odenwald noch ungeschlagen, während fünf Teams am dritten Spieltag ihren ersten Dreier holen wollen. Noch tun sich die Favoriten schwer, während sich die Aufsteiger achtbar schlugen. Nur der FV Elztal wartet noch auf den ersten Punktgewinn.

Nach dem 2:1-Auftaktsieg über den Mitaufsteiger FV Elztal will der TSV Assamstadt im zweiten Aufsteigerduell gegen den TSV Rosenberg für den zweiten Paukenschlag sorgen. Erst vor wenigen Wochen mussten sich allerdings die Mannen von Trainer Horst Beck in Rosenberg in der ersten Pokalrunde mit 0:3 geschlagen geben. In der Liga dagegen sind die Assamstädter auf dem besten Wege, an die Erfolgsserie der Aufstiegsrunde anzuknüpfen.

Das Nachbarschaftsderby des FC Grünsfeld gegen den FV Lauda ist in mehrfacher Hinsicht reizvoll. Beide Teams sind noch ungeschlagen. Der FC Grünsfeld, der zuletzt die Spvgg. Neckaelz im Pokal mit 2:0 bezwang, musste im letzten Direktvergleich im März 2018 eine bittere 1:5-Heimniederlage einstecken, obwohl er mit Stephan Braun, Chris Moschüring und Christoph Schenk drei frühere Leistungsträger des FV Lauda in seiner Startelf aufbieten konnte. Das Trainerduo Braun/Moschüring hat dann die Grünsfelder Mannschaft in der folgenden Spielzeit 2018/19 erfolgreich betreut und nach einer Durststrecke auf Rang fünf geführt. Die Eisenbahnstädter müssen sich deshalb auf eine erheblich verbesserte Heimelf einstellen, die sich nicht so schnell den Schneid abkaufen lassen will. Schließlich kennen die Grünsfelder bestens die Stärken und Schwächen des Gegners - was andererseits auch umgekehrt der Fall ist. FV-Trainer Marcel Baumann lässt sich vom Glanz des 2:0-Pokalerfolgs am Mittwochabend über den Verbandsliga-Spitzenreiter Spvgg. Neckarelz nicht blenden: „Das Spiel in Grünsfeld wird genauso schwer“.

Der SV Neunkirchen möchte nichts lieber als den 2:0-Heimsieg vor einem Jahr über den FV Reichenbuch wiederholen. Denn es wäre der erste Dreier in dieser Saison, nachdem es in Höpfingen zuletzt nicht gelang eine 3:1-Halbzeitführung über die Zeit zu bringen. Dennoch ist das 3:3-Unentschieden ein beachtlicher Fortschritt gegenüber Auftaktniederlage gegen Rosenberg. Für den Gastgeber spricht die Statistik, denn in den letzten drei Punktspielen blieben die Gäste ohne Punkte und Tore.

In der Begegnung des FC Hundheim-Steinbach gegen den SV Nassig treffen zwei „Leidensgenossen“ aufeinander, die noch ohne Sieg sind und genau aus diesem Grund nicht ein Unentschieden anstreben. Erst im März trafen beide Teams aufeinander, wobei sich der SV Nassig mit einem 2:0-Auswärtserfolg für die 1:3-Heimniederlage in der Hinrunde revanchieren konnte. Was beiden Teams noch abgeht, ist die Offensivpower, denn die Gäste konnten noch keinen Treffer setzen. Nicht viel besser sieht es bei den Gastgebern aus, denen zuletzt beim FV Reichenbuch beim Stand von 0:5-Toren erst eine Minute vor dem Abpfiff der Ehrentreffer gelang.

Kein halbes Jahr liegt das denkwürdige 7:6 zwischen dem FV Mosbach und Türkspor Mosbach zurück. Erlebt dieses aufregende Stadtderby am Sonntag eine Neuauflage? Nach einem 1:4-Rückstand schon zur Pause schien die Partie für den FV gelaufen, doch mit pausenlosen Angriffen gelang in knapp 20 Minuten der 4:4-Ausgleich. Endgültig gedreht war das Derby zwei Minuten vor Schluss, als Almer Amousa der 7:6-Siegtreffer gelang. Eine Neuauflage dieses torreichen Spiels dürfte mehr als unwahrscheinlich sein, doch traditionell fielen im Stadtderby in den letzten zehn Jahren immer mindestens vier Tore. Die Direktbilanz seit 2002 mit 7-4-5 spricht für den FV, die aktuelle Form dagegen für Türkspor Mosbach, die zuletzt mit großer Leidenschaft dem FV Lauda ein 1:1-Unentschieden abtrotzten.

Prächtig von der 1:4-Niederlage in Königshofen erholt zeigte sich der FSV Waldbrunn im folgenden Heimspiel gegen den FV Mosbach. An den glatten 5:1-Erfolg möchte die Mannschaft von Trainer im zweiten Heimauftritt in Folge gegen den Aufsteiger FV Elztal anküpfen. Die Gäste sind noch dabei, sich in der Liga zu akklimatisieren und müssen sich dazu in allen Mannschaftsteilen noch steigern.

Auch wenn Trainer Christian Moll ( siehe nebenstehendes Kurzinterview) auf die Euphoriebremse tritt: Der SV Königshofen steht nicht ohne Grund nach zwei Spieltagen auf Rang eins der Liga und will im zweiten Heimspiel gegen den VfR Uissigheim nachlegen. Die Gäste sind aber auch noch ungeschlagen und nicht chancenlos, obwohl die beiden letzten Gastauftritte in der Messestadt mit 1:3-Toren verloren wurden. Der Sportliche Leiter der Gastgeber, Martin Michelbach, erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. Wieder zur Verfügung steht Jonas Henning, während hinter dem Einsatz von Nico Wagner, der in Dallau vorsichtshalber pausierte, noch ein Fragezeichen zu setzen ist.

Nachdem der TSV Oberwittstadt nach der Auftaktniederlage auswärts beim Aufsteiger Rosenberg wieder in die Erfolgsspur gefunden hat, strebt die Mannschaft von Trainer Claudio Henn mit aller Macht gegen den TSV Höpfingen den ersten Heimsieg an. Die Gäste sorgten mit zwei Treffern nach der Pause beim FC Hundheim-Steinbach für einen 2:0-Auswärtssieg, doch im anschließenden 3:3 daheim gegen Neunkirchen hatten alle Torschützen schon nach 45 Minuten ihr Pulver verschossen. Bei den „Wittschtern“ ist es ratsam, über die gesamte Spielzeit mit höchster Konzentration zu agieren.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 30.08.2019