Alle Entscheidungen sind gefallen

Alle Entscheidungen sind gefallen

KREISLIGA BUCHEN „FREUNDSCHAFTS-SPIELTAG“ / NUR SCHLOSSAU UND HARDHEIM/BRETZINGEN MÜSSEN SICH NOCH FÜR DIE RELEGATION „WARMHALTEN

Zwei neue „SG“: Eine Topteam, eine Kellerkind

Der bisher eher seltene Fall ist eingetreten: Bereits vor dem 34. und damit letzten Spieltag sind alle Entscheidungen in der Fußball-Kreisliga Buchen gefallen. Der TSV Rosenberg ist Meister, Schloßau spielt in der Relegation um den Aufstieg, Osterburken II, Seckach und Höpfingen II steigen direkt in die Kreisklasse A ab. Hardheim/Bretzingen spielt in der Abstiegsrelegation.

Mit 18 Mannschaften, darunter drei Absteigern aus der Landesliga Odenwald, und 34 Spieltagen liegt eine „Monstersaison“ hinter den Teams der Kreisliga Buchen. Der Terminkalender war eng getaktet, man hatte kaum eine freie Woche zum Durchschnaufen. Dass Rosenberg auch in dieser Saison oben mitspielen wird, sahen auch die Kontrahenten zu Beginn der Saison so, und die Mehrheit der Trainer tippte auf den TSV als Kreisligameister. Dieser Favoritenrolle wurden die Rosenberger von Saisonbeginn an auch gerecht: Seit dem zehnten Spieltag stand das Team von Trainer Christoph Meier auf dem ersten Platz und feierte bereits drei Spieltage vor Saisonende vorzeitig die Meisterschaft.

Für die drei Landesligaabsteiger FC Schloßau, TSV Buchen und VfR Gommersdorf II war die Rückkehr ins Oberhaus des Fußballkreises alles andere als einfach. Gerade der TSV Buchen tat sich besonders schwer: Ein Umbruch mit vielen jungen Spielern, aber der Einzug ins Pokalfinale, welches man schließlich verlor. Ebenso schwierig tat sich in diesem Jahr der TSV Höpfingen II: Nachdem die Landesligareserve im vergangenen Jahr noch knapp am Relegationsplatz um den Aufstieg vorbeischrammte, findet sie sich in diesem Jahr auf einem Abstiegsplatz wieder und muss den Gang in die A-Klasse antreten. Auch hier brachen viele frühere Leistungsträger weg. In der Kreisklasse A muss man sich nun erst einmal neu sortieren.

Aus dem Unterhaus des Kreises kam auch das Überraschungsteam der Saison: Der VfB Sennfeld/Roigheim. Keiner hätte den Aufsteiger zu Beginn der Saison so stark eingeschätzt und wirklich niemand dachte, dass der VfB die Saison auf dem dritten Platz beendet und bis kurz vor Schluss noch um den Aufstiegsrelegationsplatz mitspielte.

Wie auch schon im vorigen Jahr hing der SV Seckach im Tabellenkeller fast, 2018 jedoch „rettete“ den SVS der „Zusammenschluss“ von Götzingen und Eberstadt, sowie Hardheim und Bretzingen. Dadurch stieg niemand in die A-Klasse ab. Dafür muss Seckach in diesem Jahr den Gang in die Kreisklasse A antreten.

Noch ein Derby zum Abschluss
Apropos „Zusammenschluss“: In ihrer ersten „gemeinsamen“ Saison etablierte sich der TSV Götzingen/ VfL Eberstadt als echte Spitzenmannschaft, und man merkte kaum, dass viele Spieler bis vor knapp einem Jahr noch nie zusammen gekickt haben. Das lag vielleicht aber auch daran, dass beide Teams in den vergangenen Runden nie schlecht abschnitten und immer in der oberen Tabellenhälfte mitspielten. Anders allerdings bei Hardheim/Bretzingen: „Aus zwei schwachen Mannschaften wird kein Meisterkandidat werden“, lauteten vor Saisonbeginn die leisen Prognosen einiger Hardheimer und ganz unrecht hatten sie damit nicht. Hardheim beendete die Saison 2017/18 auf dem 13. Rang – als Drittletzter, Bretzingen war sogar das Tabellenschlusslicht. So war eigentlich schon fast klar, dass die Spielgemeinschaft auch in dieser Runde eher gegen den Abstieg spielen wird. Eine Chance kriegt Hardheim/Bretzingen allerdings noch, um doch die Klasse zu halten: Das Relegationsspiel gegen den SV Schlierstadt.

Am Wochenende können alle befreit aufspielen, ohne den Druck. Alle Entscheidungen sind gefallen, das Derby gegen die SG Erfeld/Gerichtstetten möchte der FC Schweinberg aber trotzdem gewinnen.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 31.05.2019