So langsam wird es ernst

So langsam wird es ernst

In der Landesliga Odenwald beginnt der große Kampf um die Plätze in der Auf- beziehungsweise Abstiegsrunde – Noch drei Spieltage in der Hinrunde

Neckar-Odenwald-Kreis. Der Countdown läuft, nur noch drei Spieltage stehen in der Vorrunde auf dem Programm, danach gehen die Landesligisten in die Rückrunde, die ab dem 17./18. April in zwei Gruppen ausgespielt wird. Am morgigen Samstag um 15 Uhr gastiert der FV Lauda beim TSV Rosenberg, die weiteren Begegnungen werden am Sonntag um 15 Uhr ausgetragen. Der TSV Assamstadt sowie der VfR Uissigheim sind spielfrei.

Der TSV Rosenberg greift nach seiner verlängerten Winterpause morgen ins Geschehen ein. Rosenbergs Widersacher aus Lauda, der bisher nur eine Niederlage hinnehmen musste, bezwang zuletzt Türkspor Mosbach mit 1:0. Der in der 81. Minute von Marius Mohr erzielte Treffer, es war sein viertes Saisontor, wirkte sich für den FVL in der Tabelle aus: Rang zwei. Im Kader der Rosenberger gab es in der Winterpause keine Änderungen, jedoch meldeten sich einige verletzt gewesene Fußballer zurück. Allerdings war, wie bei jedem Verein, auch in Rosenberg aufgrund von Corona der Trainingsalltag gestört. „Mit der bisherigen Vorrunde können wir leider nicht zufrieden sein. Wir hätten uns den ein oder anderen Punkt mehr gewünscht. Nun gilt es, in den kommenden Wochen und Monaten alles zu investieren, um den Nichtabstieg zu realisieren“, fast TSV-Spielertrainer Daniel Breitinger die Situation zusammen.

Des einen Freud, des anderen Leid. Das erfuhr Türkspor Mosbach am vergangenen Sonntag, denn Trainer Erol Arslans Truppe musste aufgrund der knappen Niederlage in Lauda die Tabellenführung abgeben. Allerdings nicht an den FV Lauda, sondern an den sich freuenden FC Grünsfeld. Das war die zweite Saisonniederlage der Arslan-Mannschaft, die zu Hause jedoch noch keine Partie verlor, sondern aus den bisherigen sieben Heimspielen 21 Punkte in die Tabelle transportierte. Der aus der Niederlage resultierende Frust hat bei TS die Lust auf die Partie gegen den FV Reichenbuch selbstverständlich nicht geschmälert, vielmehr wird Türkspor alles daransetzen, die makellose Heimbilanz fortzuschreiben. Für den FV Reichenbuch folgt übermorgen das zweite kreisstadtinterne Derby, denn am vergangenen Sonntag hatten die Reichenbucher den FV Mosbach zu Gast, gegen den sie keine Mittel fanden, um die 0:3-Niederlage zu verhindern. Im Falle einer erneuten Niederlage würde Spielertrainer Dominik Webers Elf mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den zweistelligen Tabellenbereich abrutschen.

Der FC Grünsfeld, dem aufgrund der Konstellation ein Remis gegen den SV Königshofen reichte, um die Tabellenführung zu übernehmen, empfängt den FV Elztal, der putzmunter aus der Winterpause kam und gegen den TSV Assamstadt den zweiten Saisonsieg verbuchte – mit einem klaren 3:0-Resultat. „Aufgrund der guten Leistung war das ein verdienter Sieg“, sagt Michael Schäfer, der seit Ende Januar als Coach des FV Elztal arbeitet. Ein prima Einstand des Lehrers für Mathematik und Sport, der viele Jahre als Fußballer und auch als mitspielender Trainer Erfahrungen und Erfolge sammelte. In Schäfers Landesliga-Vita stehen der SV Neckargerach sowie der FV Mosbach, bei dem der technisch versierte Obrigheimer rund sieben Jahre im Mittelfeld die Fäden zog und auch als spieleröffnender Libero imponierte. Später stieg Spielertrainer Schäfer mit dem SV Neckargerach in die Kreisliga auf, absolvierte als über Vierzigjähriger hin und wieder noch Kurzeinsätze. Und im Match der Neckartäler am 20. August 2017 gegen einen der drei Vereine, aus dem der FV Elztal hervorgegangen ist, die SpVgg Rittersbach, gelang dem Pädagogen, was ihm vielleicht nicht mehr in Erinnerung, jedoch vom Chronisten festgehalten ist: Michael Schäfer zirkelte einen Eckball direkt ins Rittersbacher Gehäuse. Könnte sein, dass sich Holger Jakob an dieses Schmankerl erinnert, denn Jakob hat in vielen Jahren als Keeper viel erlebt und solche Besonderheiten des regionalen Fußballsports wahrgenommen. Weil Alexander Binnig, der Torwart der Elztäler, verletzt ist, sprang Jakob ein und ließ in der Partie der Elztäler gegen Assamstadt keinen Gegentreffer zu. Quasi als FV-Frühstarter. Denn eigentlich ist der 53-Jährige für die kommende Saison als Coach der „Zweiten“ des FVL vorgesehen. Zurück zur sonntäglichen Partie des FVL in Grünsfeld. Die bisher einzige Landesligapartie der beiden Teams gewannen die Elztäler am 3. November 2019 im Grünbachtal mit 1:0.

„Wir haben gezeigt, dass wir gegen die Großen mithalten können, jedoch fehlte uns in einigen Spielen der notwendige Killerinstinkt“, konstatierte dieser Tage Dominik Krümpelbeck, der Trainer des FV Mosbach. Und er schob nach: „Wir wollen weiterhin möglichst viele Spiele gewinnen und sind gespannt, was am Ende dabei rauskommt.“ Eines dieser möglichst vielen Spiele hat der MFV bereits gewonnen, wobei der Krümpelbeck-Elf gegen den FV Reichenbuch (3:0) in keiner Phase die Gefahr drohte, dass der FVR ihr die Butter vom Brot nehmen könnte. Mit dem SV Königshofen gastiert übermorgen eine Mannschaft in der Kreisstadt, die den Tabellenführer FC Grünsfeld an den Rand einer Niederlage brachte (2:2). „Ein wichtiger Zähler gegen den Spitzenreiter, mit dem wir gut leben können, auch wenn wir in der Schlussminute wieder einmal einen Gegentreffer hinnehmen mussten. Mit dem FV Mosbach haben wir erneut ein dickes Brett vor der Brust. Es muss wohl alles passen, um auch dort zu punkten“, sagt Martin Michelbach, der Sportliche Leiter des SV Königshofen.

Die Partie des SV Wagenschwend gegen den TSV Höpfingen fiel Corona zum Opfer. Am Sonntag fahren die Wagenschwender zum SV Nassig, der ebenfalls pausieren musste, allerdings planmäßig. „Ich hoffe, dass sich die erkrankten Spieler schnell erholen und wir den Schwung aus dem Assamstadt-Spiel in die wichtige Phase der Saison mitnehmen. Hundertprozentig fit sind wir aufgrund der Krankheitssituation nicht, doch wir werden alles in die Waagschale werfen, was zur Verfügung steht“, lässt Wagenschwends Spielertrainer Daniel Merz wissen. Aufgrund von nur acht Punkten ist den Nassigern klar, dass sie die Rückrunde in der Abstiegsgruppe bestreiten müssen. „Wir wollen unseren Kopf möglichst noch aus der Abstiegs-Schlinge ziehen, auch wenn das in der Abstiegsrunde extrem schwer wird“, sagt Markus Kieslich, der Abteilungsleiter des SV Nassig.

„Neue Besen kehren gut, aber die alten Besen kennen die Ecken“, lautet ein auf den TSV Oberwittstadt zutreffendes Sprichwort. Im November übernahm der „neu Besen“ Fabian Arnold beim TSV die Trainingsleitung. Weil er jedoch schon mal die „Wittschter“ coachte, kennt er als „alter Besen“ auch die Ecken. „Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung, aber leider kam es kurz vor dem Spiel gegen Neunkirchen (1:1) knüppeldick. Zwei Spieler haben sich schwer verletzt und vier Spieler sind durch eine Corona-Infektion ausgefallen“, berichtet Arnold, dessen Truppe am Sonntag beim FC Hundheim-Steinbach antritt. „Unsere Jungs haben aber gezeigt, was als Team trotz der Umstände möglich ist. Natürlich spielen wir gegen Hundheim-Steinbach voll auf Sieg, wie in jedem anderen Spiel. Uns steht aber ein zuletzt starker Gegner gegenüber, der sicher ein Wörtchen mitsprechen möchte“, so Fabian Arnold.

Der SV Neunkirchen, der den FSV Waldbrunn empfängt, nahm aus Oberwittstadt einen Zähler mit nach Hause. Und mit diesem Punkt können die „Neikercher“ gut leben, denn er festigte den siebten Tabellenplatz. Gegen die Elf vom Hohen Odenwald schwebt der Mannschaft aus dem Kleinen Odenwald ein Dreierpack vor. FSV-Trainer Aytac Dogans Truppe ist gut gestartet, der im Heimspiel gegen den VfR Uissigheim erreichte 2:0-Erfolg vermittelte Selbstbewusstsein, sodass sich die Elf des SV-Spielertrainers Florian Müller auf einen entschlossenen Widersacher einstellen muss. Wenn die beiden Teams an ihr letztes Treffen anknüpfen, bekommen die Zuschauer eine Menge Tore zu sehen, denn die Partie am 18. Oktober 2020 endete 4:4.

Sowohl der TSV Höpfingen als auch der FC Schloßau konnten am vergangenen Wochenende ihre Begegnungen nicht austragen, sodass insoweit gleiche Voraussetzungen gegeben sind, wenn die Höpfinger die Schloßauer empfangen. Die Gelb-Blauen und die Blau-Weißen sind mit jeweils 16 Punkten ausgestattete Tabellennachbarn im zweistelligen Bereich der Statistik, wobei der FCS aufgrund einer günstigeren Tordifferenz Rang zehn einnimmt.

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