Reichenbuch gut erholt

Reichenbuch gut erholt

ANDESLIGA ODENWALD UISSIGHEIM TRITT SCHWEREN GANG ZUM TABELLENFÜHRER INS LAUDAER TAUBERSTADION AN

VfR in der Höhle des blauen Liga-Löwen
25. Oktober 2019 Autor: Felix Röttger
Nach einem Drittel der Spielrunde hat sich jetzt das Führungsquartett der Landesliga Odenwald jeweils mit einem Zwei-Punkte-Abstand eingereiht. Der Tabellenfünfte Waldbrunn hat bereits sieben Zähler Rückstand auf den Tabellenführer, gleichzeitig aber ein Polster von fünf Punkten gegenüber dem TSV Höpfingen auf Rang sechs. Ab dem 6. Platz abwärts sind dagegen die Mannschaften noch in engem Kontakt; mit einem Sieg oder einer Niederlage kann es gleich mehrere Ränge aufwärts oder Richtung Tabellenkeller gehen.

Einen schweren Gang geht der VfR Uissigheim im Heimspiel gegen den noch unbesiegten Tabellenführer FV Lauda; hat aber auf der anderen Seite nichts zu verlieren. Schon in den letzten acht Direktvergleichen gab es keinen VfR-Sieg; immerhin sprangen zwei Teilerfolge heraus. Die jüngste Niederlage des VfR in Nassig war nach 19 Minuten schon besiegelt. Jetzt geht es nur um Schadensbegrenzung, denn jede Minute ohne ein Gegentor kann dem Spiel eine unerwartete Wende geben. Die Baumann-Truppe hat jedoch einen Lauf, der schwer zu stoppen ist.

Beim FV Mosbach erwartet den TSV Oberwittstadt ein weiterer Prüfstein auf dem Weg Richtung Tabellenspitze. Während die Konkurrenten SV Königshofen und Türkspor Mosbach Punkte abgaben, hofft der TSV auf seinen fünften Dreier in Folge. Respekt vor dem Gastgeber ist für den TSV keine Frage, denn das letzte Punktspiel im Vorjahr ging daheim mit 0:1 verloren. In der Hinrunde holten die „Wittschter“ beim 3:2-Auswärtssieg in Mosbach drei Punkte; dieses Erfolgserlebnis möchte die Elf von Trainer Claudio Henn gern wiederholen. Der Trainer warnt aber davor, den FV zu unterschätzen (siehe nebenstehendes Interview).

In einem äußerst spannenden Duell drehte der TSV Höpfingen in der letzten Viertelstunde das schon verloren geglaubte Heimspiel gegen den FV Mosbach; dieses Erfolgserlebnis will die Mannschaft von Trainer gegen den FV Reichenbuch wiederholen. Den deutlichen 5:1-Erfolg des Vorjahres erwarten die Gastgeber nicht unbedingt, zumal die Gäste nach einer Spielverlegung gut erholt in diese schwere Auswärtspartie gehen dürften.

Beim FSV Waldbrunn will der FC Grünsfeld seine Auswärtsstärke unter Beweis stellen. Bisher ging nur die Partie beim Türkspor Mosbach verloren. Der FV Lauda hat vorgemacht, wie dem heimstarken FSV beizukommen ist. Zuletzt kassierte Waldbrunn in zwei Partien neun Gegentreffer; bitter war zuletzt, dass nach einer Gelb-Roten Karte die Partie bei Türkspor Mosbach erst in den letzten elf Minuten verloren wurde. Im letzten Jahr konnte jeweils das Heimteam mit vier Toren für sich entscheiden. Diesen Trend umzukehren sollte ein reizvolles Ziel für die Mannen des Trainerduos Stephan Braun/Chris Moschüring, die das 1:1-Unentschieden im Prestigederby gegen Königshofen als Bestätigung des Aufwärtstrends sehen.

Der TSV Rosenberg bleibt bester Aufsteiger und kann im Heimspiel gegen den SV Nassig sein Punktepolster weiter aufbessern. Schließlich wurden zehn der bisher eingefahren 13 Punkte auf heimischem Gelände geholt. Zudem ist die Mannschaft von Trainer Christoph Meier noch mit der auf den 30. Oktober verlegten Partie beim FV Reichenbuch im Rückstand. Den SV Nassig darf sie dennoch nicht unterschätzen, denn der jüngste 2:0-Erfolg über Uissigheim zeigte, dass die Mannschaft selbstbewusst aufzutreten weiß. Zu einem Dreier hat es allerdings auswärts noch nicht gereicht, und im Vorjahr war beim 1:3 nichts zu holen. Für einen Teilerfolg kann es reichen, wenn Nassig einen guten Tag erwischt. Dies gelang schon beim FV Elztal und FC Hundheim-Steinbach.

Wieder Tritt fassen muss der FV Elztal im Heimspiel gegen Türkspor Mosbach, um nach drei Partien ohne Sieg mit dem dritten Heimerfolg wieder Richtung Mittelfeld schauen zu können. Schließlich ist es erst Drittel der Runde gespielt, und auch die Konkurrenz wird noch Federn lassen müssen. Die Gäste schwanken stark in ihren Leistungen, doch im Gegensatz zu den Vorjahren reichte es in dieser Runde trotz einiger Aussetzer in sieben von zehn Spielen zum Sieg.

Die Durststrecke von drei Punktspielen ohne Sieg soll für den SV Königshofen im Heimspiel gegen den FC Hundheim-Steinbach zu Ende gehen. Der Sportliche Leiter Martin Michelbach war mit dem 1:1 in Grünsfeld nicht unzufrieden: „Nach zuletzt zwei Niederlagen können wir auch mit dem einen Zähler ganz gut leben.“ Ganz auf die Offensive setzende Gäste erwartet er nicht: „Gegen einen sicherlich defensiv eingestellten Gegner werden wir viel Geduld aufbringen müssen und dürfen keinesfalls die Ordnung verlieren. Leider werden Aaron Schwenkert und Sebastian Fell, die sich gegen Türkspor Mosbach ohne Fremdeinwirkung verletzten, in der Vorrunde nicht mehr zur Verfügung stehen. Der zuletzt fehlende Mirco Michelbach ist wieder an Bord.“ Die Gäste setzen auf ihre immer noch positive Formkurve.

Mit der nahezu gleichen Formkurve ging es für den TSV Assamstadt und den SV Neunkirchen seit dem sechsten Spieltag Richtung unteres Mittelfeld. Mit elf Zählern und einer 3-2-5-Bilanz rangieren die Teams auf den Plätzen neun und zehn. Für den Aufsteiger Assamstadt hätte es fast zum Auswärtssieg beim FC Hundheim-Steinbach gereicht. Jetzt brauchen beide Teams dringend wieder einen Dreier, der wieder einen Aufwärtstrend einleiten könnte.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 25.10.2019