Höfingen vor schwerer Aufgabe

Höfingen vor schwerer Aufgabe

Vorfreude auf das Kreisstadt-Derby

 

Neckar-Odenwald-Kreis. Auffallend am vergangenen Spieltag war, dass in fünf Begegnungen die jeweils unterlegene Mannschaft keinen Treffer erzielen konnte und deshalb die Gesamttorzahl wiederum unter 30 blieb. Welcher Akteur Landesliga-Saisontreffer 370 markierte, lässt sich nicht exakt feststellen, denn die beiden letzten Treffer des vergangenen Spieltags fielen jeweils in der 88. Spielminute. Torschützen waren Luca Gerstner (FV Lauda) sowie Marcel Hilgner (FC Hundheim-Steinbach). Am kommenden Wochenende wird mit Sicherheit kein Fußballer des TSV Oberwittstadt ins Netz treffen, denn „Wittscht“ ist spielfrei.

Auch im Fußballsport kommen erstaunliche Geschichten vor. Eine davon schrieb der FSV Waldbrunn, der am morgigen Samstag um 14.30 Uhr in Waldkatzenbach den FC Schloßau empfängt. Vor Jahren formulierte Karl Heinz Bohrer, Feuilletonist der Frankfurter Allgemeine, den Satz: „Er kam aus der Tiefe des Raumes.“ Gemeint war Günther Netzer. Auch der FSV Waldbrunn kam aus der Tiefe des (Tabellen-)Raumes. Nach Wochen der Erfolglosigkeit legte die Elf vom Hohen Odenwald los und gewann zwei Mal mit 6:1 und zuletzt mit 2:0 gegen den SV Wagenschwend. In diesen drei Partien erzielte Konstantin Panagiotidis fünf Tore. Die starke Form des im Juli 2020 vom TSV Schwarzach zum FSV gekommenen Mittelfeldspielers steht offenbar symbolisch für das aufstrebende Team des Trainers Aytac Dogan. Markus Guckenhan vom FSV-Vorstand zweifelte nie an den Fähigkeiten der Mannschaft: „Wir wissen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.“ Inzwischen ist die 13-Punkte-Truppe auf Rang zwölf angekommen. Und die Waldbrunner möchten in die Tabellenregion, in der sich der FC Schloßau (Platz sieben) bereits tummelt, sodass ein spannendes Lokalderby zu erwarten ist.

Im Blickpunkt steht auch das Lokalderby zwischen dem FV Mosbach und TS Mosbach. Es werden Erinnerungen an das Torfestival am 10. März 2019 wach, als Türkspor auf dem FV-Gelände zur Halbzeit 4:1 führte, der MFV letztlich jedoch mit 7:6 siegte. Dass der FV Mosbach zuletzt pausierte, kam Trainer Dominic Krümpelbeck nicht ungelegen, denn angeschlagene und kranke Akteure konnten sich erholen. „Ob die Pause dem Rhythmus geschadet hat, lässt sich natürlich erst nach dem Spiel am Sonntag sagen. Aber so wie wir in den letzten Wochen performt haben, hätten wir trotz allem gerne gespielt“, so Krümpelbeck, der den lokalen Kampf um Punkte als „geiles Derby“ bezeichnet, weil viele Spieler sich privat sehr gut kennen und teilweise jahrelang in der Jugend zusammengespielt haben. „Da bedarf es keine große Motivation von uns Trainern, denn wer dort nicht brennt, sollte sich eine andere Sportart suchen“, findet der FV-Coach, „obwohl auch in diesem Spiel nur drei Punkte vergeben werden, die wir behalten wollen.“ Zwar hatte Dominik Krümpelbeck aufgrund des spielfreien Wochenendes die Möglichkeit, Türkspors Heimspiel gegen Grünsfeld zu beobachten, weilte jedoch nicht unter den Zuschauern. „Zum einen muss auch der Trainer mal seinen Kopf freibekommen und zum anderen kennen wir TS Mosbach aus dem Effeff und wissen, was uns erwartet“, erklärt der FV-Übungsleiter. Türkspor-Trainer Erol Arslan zum Mosbach-Mosbach-Match: „Die Mannschaft und ich freuen sich sehr auf das Spiel gegen den MFV, denn ein Derby ist immer etwas Besonderes und hat seine eigenen Gesetze. Es gibt keinen Favoriten oder eine Mannschaft, die man stärker einschätzen kann. Wir wissen aber, dass der MFV um einiges stärker ist als der Tabellenplatz aussagt.“

Die weiteren Mannschaften aus dem Neckar-Odenwald-Kreis bekommen es mit Kontrahenten aus dem Main-Tauber-Kreis zu tun. So empfängt der SV Neunkirchen den SV Viktoria Wertheim, der in den letzten Jahren – bis auf eine Ausnahme – gegen die „Neikercher“ stets den Kürzeren zog. Zwar hätte Spielertrainer Florian Müllers Equipe die gegen Königshofen bezogene knappe Heimneiderlage (0:1) mit einem Erfolg gegen den FV Elztal gerne ausgemerzt, doch musste die Partie beim Stand von 2:1 für den SVN in der 68. Minute wegen des starken Nebels abgebrochen werden. Der Blick der Müller-Elf ist nun auf einen Dreier gegen die Mainstädter gerichtet.

In welche Richtung der FV Elztal seinen Blick richtet, ist ebenfalls klar: Beim FC Hundheim-Steinbach etwas Zählbares zu erreichen. Was im Oktober 2020 gelungen ist (1:1). Mit einem Dreierpack könnte Trainer Rolf Langs Mannschaft (vier Punkte, Position 18) mit dem gastgebenden Tabellennachbar (sieben Punkte, Rang 17) gleichziehen. Neue Besen kehren gut, lautet ein Sprichwort, das beim FC Hundheim-Steinbach jedoch nicht gegriffen hat. „Wir haben uns im beiderseitigen Einvernehmen getrennt“, ließ der beim FC für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Hubert Dick wissen. Statt des seitherigen Trainers Jürgen Fieger coachte am vergangenen Wochenende - als Interimstrainer bis zur Winterpause - Mittelfeldspieler Florian Hirsch den FC, der in Königshofen mit 1:2 verlor.

Der TSV Höpfingen ging zuletzt auch beim FV Reichenbuch leer aus. Zwar erlebten die Gelb-Blauen auf der Reichenbucher Höhe kein blaues Wundern, jedoch eine 0:3-Niederlage. Wiederum gelang es den Fußballern aus der Quetschen-Gemeinde nicht, das Spielgerät im gegnerischen Tor unterzubringen mit der Folge, vom FV Reichenbuch in der Tabelle überholt worden zu sein. Im Heimspiel gegen den SV Königshofen werden nicht die „Quetschen“, jedoch die Trauben hoch hängen, denn die Messestädter sind nach Siegen in Folge offenbar gut drauf, was Martin Michelbach, der Sportliche Leiter des SVK, allerdings relativiert: „Gegen Nassig haben wir wenig spielerische Glanzlichter gesetzt, doch in der jetzigen Saisonphase zählt keine Schönspielerei, sondern nur der Dreier.“ Michelbach zur Partie im Lochbachtal: „Höpfingen ist sicherlich nicht am derzeitigen Tabellenstand zu messen. Die Aufgabe muss respektvoll angegangen werden. Wenn wir am Ende einen Zähler mitnehmen, können wir auch damit leben.“

Im Heimspiel gegen den TSV Assamstadt trat der der Rosenberger Spielertrainer Daniel Breitinger erneut als Torschütze in Aktion. Sogar als dreifacher Torschütze. Er glich einen 0:2-Rückstand aus und besorgte danach noch den Anschlusstreffer, als Assamstadt 2:4 führte (Endergebnis 3:4). Das war Rosenbergs zweite Niederlage in Folge, die sich in der Tabelle allerdings nicht negativ auswirkte. Leicht wird es für die Breitinger-Mannschaft am Sonntag nicht, denn sie ist Gast des FC Grünsfeld, seines Zeichens Tabellendritter. Die Kicker aus dem Grünbachtal wollen sich nach ihrer Niederlage gegen TS Mosbach im Heimspiel gegen Rosenberg sicherlich schadlos halten.

Für den SV Wagenschwend führt der sonntägliche Weg nach Uissigheim zum dortigen VfR, mit dem die Wagenschwender in der Landesliga bisher noch nie konfrontiert waren. Doch auch ohne einen bisherigen Direktkontakt weiß SV-Spielertrainer Daniel Merz per Tabellendefinition, was auf ihn und die Seinen zukommt. Anders formuliert: Der Tabellendreizehnte aus Wagenschwend stellt sich beim Tabellenvierten vor, der seiner 0:1-Niederlage in Lauda vier Dreierpacks nachschob. Ergo können die Uissigheimer ein beindruckendes Empfehlungsschreiben vorweisen.

„Der FV Reichenbuch hat endlich den Bock umgestoßen“, formulierte Reichenbuchs Pressemann Markus Deter, nachdem die Reichenbucher nach einer Remis-Durststrecke am vergangenen Sonntag gegen den TSV Höpfingen einen 3:0-Erfolg eingetütet hatten. „Trotz der geringen Punktausbeute in den letzten drei Spielen ist die Mannschaft in jedem Spiel engagiert und spielt mit hoher Intensität. Ich bin überzeugt, dass dies wichtige Elemente sind, um auch endlich wieder einmal einen Sieg einzufahren“, betonte FV-Spielertrainer Dominik Weber vor dem erfolgreichen Match – und behielt recht. Ob umgestoßener Bock oder in die Erfolgsrichtung gesetzter Blinker, die Qualität der Weber-Mannschaft sollte reichen, um in Nassig an den Erfolg des vergangenen Sonntags anzuknüpfen.

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