Höpfinger Befreiung

Höpfinger Befreiung

LANDESLIGA ODENWALD TÜRKSPOR MOSBACH ÜBERHOLT DEN TSV OBERWITTSTADT UND ÜBERWINTERT ALS SCHÄRFSTER VERFOLGER DES FV LAUDA AUF DEM ZWEITEN PLATZ / HÖPFINGER BEFREIUNG / EIN SPIEL AUSGEFALLEN

Dem VfR Uissigheim gelingt eine faustdicke Überraschung

SV Nassig – Türkspor Mosbach 0:3

Nassig: Justus, Dwoschak, Baumann, Seyfried, Stobbies (77. Vollhardt), Henninger (87. Budde), Mühling, Kunkel, Lausecker (72. Scheurich), Sock (45. Schuhmacher), Berberich.

Mosbach: Samilja, Ünsal, Videc (73. Aras), Kaplan (77. Orgo), Pasalic, Springer, Akcelik, Artun, Senyüz, Erdogan (84. Akcicek), Celiscak.

Tore: 0:1 (12.) Ünsal, 0:2 (36.) Videc, 0:3 (64.) Kaplan. – Schiedsrichter: Fabian Hilz (Stutensee). – Zuschauer: 110.

Nassig war zu Beginn auf Augenhöhe mit der Topmannschaft aus Mosbach. Die erste Chance hatte Stobbies, aber seine Hereingabe war zu schwach. In der zwölften Minute fiel die Führung für die Gäste. Nach einer Ecke stand Ünsal mutterseelenallein vor dem Tor und hatte keine Mühe, die Führung zu erzielen. In den nächsten Minuten gestaltete Nassig die Begegnung wieder ausgeglichen, wurde aber nicht zwingend. Das große Problem der Nassiger waren die vielen individuellen Fehler beim Spielaufbau. Diese Fehler wurden aber auch durch das frühe Stören und die hohe Laufbereitschaft von Mosbach erzwungen. Vor dem zweiten Treffer der Gäste schlug Justus einen Abschlag genau in die Mitte. Videc bedankte sich für das „gute Zuspiel“ mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel. Kurz darauf hatte Kaplan die Riesenchance, auf 3:0 zu erhöhen. Justus pariert stark. Nach der Halbzeit hatte Nassig mit einem Kopfball eine sehr gute Chance. Ex-Profic Celiscak hatte in der 51. Minute wieder eine Topchance, welche die Nassiger Abwehr in der letzten Sekunde klärte. Die Gäste spielten nun ihre Stärken im Angriff aus und hätten bei weiteren gefährlichen Angriffen locker erhöhen können. In der 64. Minute war es dann soweit. Celiscak verwertete eine Flanke artistisch mit einem Seitfallzieher, Justus konnte noch super parieren, aber Kaplan verwertete den Abpraller zum 3:0. In der Folge war Nassig bemüht, aber wurde nicht richtig gefährlich. Die beste Chance hatte Berberich mit einem Flachschuss, welchen der Mosbacher Keeper gut hielt. Türkspor hat dieses Spiel verdient gewonnen.

VfR Uissigheim – Oberwittstadt 2:0

Uissigheim: Markl, R. Diehm, Schmitt (79. Göbel), Heerd (60. May), Gros, Sladek, Faulhaber, Väth, Matti Duschek (46. Marian Duschek), Martin, Morawietz.

Oberwittstadt: Deißler, Hornung, Zeller, Schledorn (60. N. Walz), Zimmermann (85. M. Rüttenauer), Kolbeck, Reinhardt, Essig, Rüttenauer (70. S. Walz), Beckmann, Reuther.

Tore: 1:0 (31.) Schmitt, 2:0 (75., Foulelfmeter) Faulhaber. – Schiedsrichter: Chris Lillig (Oberhausen-Rheinhausen). – Zuschauer: 110.

Die übliche Abtastphase dauerte gerade einmal zehn Minuten, dann zogen die Gäste ihr sicheres Kombinationsspiel auf. Das VfR-Team stellte sich jedoch gut postiert den Angriffen der Gäste. Es war von Beginn an sichtbar, dass sich die Heimelf nicht versteckte. So erzielte in der 31. Minute Yannick Schmitt den Führungstreffer zum 1:0. In der 39. Minute erkämpfte sich Schmitt im Strafraum der Gäste den Ball, doch scheiterte er am aufmerksamen Schlussmann der Gäste. Kurz vor der Pause prüften auch einmal die Oberwittstadter den VfR-Keeper Markl, der aber souverän diesen Torschuss parierte. Zu Beginn der zweiten Hälfte legten die Gäste einen Zahn zu, und Andreas Beckmanns Schuss ging knapp über das Uissigheimer Tor. Doch auch im zweiten Durchgang hielt die Heimelf dagegen und erspielten sich einige Möglichkeiten. Schrecksekunde in der 64. Minute beim VfR, aber Markl rettete in letzter Sekunde. Die Gäste drückten nun noch mehr aufs Tempo, doch die VfR-Führung hielt. In der 71. Minute strich ein Nachschuss des TSV haarscharf über das Uissigheimer Tor. Nur vier Minuten darauf zeigte der Schiedsrichter nach einem Foulspiel der Gäste im eigenen Strafraum auf den Punkt. Den Elfmeter verwandelte Jonas Faulhaber zum 2:0. Beide Mannschaften gaben in dieser Begegnung alles, aber die Einheimischen waren um zwei Tore besser.

Waldbrunn – SV Königshofen 3:2

Waldbrunn: F. Vogel, Schulz, Lauchner, A. Weiss, M. Vogel, J. Weiss, Agac, Holeksa, Bock, Sen, Kurunc (84. Guckenhan).

Königshofen: Hönig, Herzog, Wolf, Baumann, Arias, Tiefenbach, Rathmann, Inal, Karsli, Wagner, Michelbach.

Tore: 0:1 (1.) Karsli, 1:1 (4.) Kurunc, 2:1 (12.) Agac ,3:1 (22.) Agac, 3:2 (64.) Michelbach. – Schiedsrichter: Benedikt Doll (Remchingen). – Zuschauer: 100.

Das Spiel der Tabellennachbarn begann mit einem Paukenschlag. Schon nach 15 Sekunden gingen die Gäste nach einem Abspielfehler der Hausherren durch Karsli in Führung. Keine drei Minuten später glich Kurunc nach schönem Zuspiel von Agac aus. In der zwölften Minute hatte der FSV das Spiel gedreht. Der Gästetorwart hielt einen Schuss nicht fest, und Agac war zum 2:1 zur Stelle. In der 22. Minute war es erneut Agac, der nach Vorarbeit von Kurunc auf 3:1 erhöhte. Danach verpasste der FSV, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, denn hochkarätige Möglichkeiten wurden ausgelassen. In der zweiten Hälfte versuchte Königshofen, mehr Druck zu machen und erspielte sich einige gute Torchancen. Zweimal scheiterte man am Aluminium und ansonsten war Torhüter Vogel zur Stelle. Da auch der FSV seine Kontermöglichkeiten nicht nutzte, reichte es dem Gast nur noch zum Anschlusstreffer durch Michelbach in der 64. Minute.

FV Elztal – TSV Assamstadt 0:2

Elztal: Binnig, Kuhn, M. Fischer, Y. Fischer, Brada, Blatz, Reichert, Steck, M. Kaiser (58. Wölfer), Schmitt (73. Schäfer), F. Kaiser.

Assamstadt: M. Rupp, Scherer, Y. Hügel (74. Rumm), F. Rupp, M. Beier (58. Ostertag), P. Hügel, Tremmel, Ansmann, Münch, Wagner (62. Jäger), Langer.

Tore: 0:1 (15.) Wagner, 0:2 (88.) Tremmel. – Schiedsrichter: Kevin Drieschner (Walldorf). – Zuschauer: 140.

Elztal war von Beginn an das dominierende Team. Bereits in der fünften Minute rettete der Pfosten für die Gäste. Mit dem ersten nennenswerten Angriff nach einer Viertelstunde fiel aus dem Gewühl das 1:0 für die Gäste durch Wagner. Bereits zwei Minuten später war Elztal wieder gefährlich durch Reichert. Er scheiterte jedoch an der Latte. Elztal bestimmte in der Folgezeit weiter das Spiel, war jedoch vor dem Tor zu ungefährlich. Unverändertes Bild auch in der zweiten Hälfte: Elztal war in den Aktionen zu wenig zwingend. Assamstadt unterbrach den Spielfluss immer wieder mit kleinen Fouls. In der 72. Minute hatte Elztal wieder den Ausgleich auf dem Fuß. Der Schuss war aber zu schwach. Das sollte sich dann rächen. Tremmel verwertete einen Konter zum 2:0. Insgesamt war es ein schwaches Landesligaspiel.

TSV Rosenberg – Neunkirchen 2:5

Rosenberg: Krauth (40. Zeiter), Lutz, Löw, Albrecht (46. Haas), Volk, Weiß, Haas, Rechner, Wild, Breitinger, Meier, Galm, Schweizer, Hofmann.

Neunkirchen: Geiger, M. Knörzer, F. Knörzer, Homoki, Eiermann, Trabold, Zeybek, Stoitzner, Lenz, Müller, Heck.

Tore: 1:0 (14.) Breitinger, 1:1 (18.) Heck, 2:1 (26.) Homoki, 1:3 (39., Eigentor) Meier, 2:3 (68.) Breitinger, 2:4 (75.) Stoitzner, 2:5 (81.) Fuchs. – Gelb-Rote Karte für Rosenberg (80.). – Schiedsrichter: Furkan Icli (Lauda-Königshofen). – Zuschauer: 120.

Hoffnungsvoll gingen die TSV-Mannen in diese Partie nach dem letzten Heimsieg gegen Hundheim-Steinbach. Jedoch knüpfte der TSV von Beginn an nicht an die Leistung des Vorsonntags an. Der Gast aus Neunkirchen übernahm sofort die Initiative und erspielte sich sogleich auch zahlreiche Chancen. Das TSV-Spiel dagegen begann nervös und teilweise auch unkonzentriert. Dann die erste Aktion für den TSV durch einen Freistoß in der 14. Minute: Breitinger hämmerte diesen in seiner unnachahmlichen Art unhaltbar zum 1:0 in die Maschen. Doch der Gast zeigte sich keineswegs geschockt und erzielte durch Heck bereits in der 18. Minute das 1:1. Kurz darauf spielte Rechner Breitinger frei, der den Ball aber nicht gut genug traf. Der Gast machte es kurz darauf besser und ging durch Homoki in der 26. Minute mit 2:1 in Führung. Die Gäste spielten zielstrebiger und konsequenter auf das TSV Tor und der stark aufspielende Zeybek erzielte kurz vor der Halbzeit das 3:1. Kurz nach der Halbzeit war die beste Phase des TSV. Löws Kopfball parierte der Gästetorhüter noch, doch nach Flanke Meier war er dann gegen den Kopfball von Breitinger machtlos – nur noch 2:3. Das Aufbäumen der „Grün-Weißen“ wurde jedoch bereits in der 75. Minute wieder durch die Gäste gestoppt, als Stoitzner in der 75. Minute auf 4:2 erhöhte. Nachdem der TSV in der 80. Minute durch eine Gelb-Rote Karte dezimiert wurde, war das Spiel entschieden. Kurz darauf erzielte der eingewechselte Fuchs den Endstand. Insgesamt war es ein verdienter Erfolg der Gäste.

Nicht zu stoppen war Julian Hauk (am Ball), der beim 3:2-Erfolg der Höpfinger gegen Hundheim-Steinbach alle drei Tore für den TSV erzielte.

TSV Höpfingen – Hundheim-St. 3:2

Höpfingen: Stöckel, Kuhn Luca (65. Hollerbach), Hering (75. Hauck), Hornbach, Knörzer, Heinrich, Herkert (65. Kuhn Lukas), Hauk, Johnson, Dahlhues, Diehm (46. Nohe).

Hundheim-Steinbach: Brugger, Bischof, Münkel C., Hilgner, Hirsch (60. Bundschuh), Münkel J., Münkel A., Baumann, Benz Pahl, Völk (60. Iancu)

Tore: 1:0 (27.) Hauk, 1:1 (31.) Baumann, 1:2 (39.) Völk, 2:2 (47.) Hauk , 3:2 (89.) Hauk. – Schiedsrichter: Ridam Sevim (Diedesheim). – Zuschauer: 180.

Nach den letzten Spielen und Leistungen fand der TSV im Laufe des Spiels wieder den Glauben an sich. Das Team zeigte Charakter und drehte in dieser brenzligen Situation den 1:2-Rückstand zur Pause zu einem 3:2-Sieg. Zu Beginn der ersten Hälfte spielten beide Teams auf Sicherheit. Die ersten Offensivakzente der Partie gab es erst nach 20 Minuten. Nach einem langen Ball der Gäste eroberte sich aus dem Gewühl heraus Völk den Ball, er stand seitlich des Tores frei vor dem TSV-Keeper Stöckel, der die Chance zunichte machte. Der TSV konterte stark nach einem Eckball des FC. Mit drei gespielten Vertikalbällen vergab Hauk die mögliche Führung. In der 27. Minute erzielte Hauk mit einem Schuss aus 20 Metern das 1:0 für den TSV. Die Führung hielt jedoch nicht lange. Nach einem zu kurz geratenen Klärungsversuch nahm Baumann den Ball auf rechts auf und flankte. Zum Erschrecken des TSV-Teams senkte sich die Flanke zum 1:1 ins lange Eck. Ein weiterer Spielzug des FC über deren linke Seite mit dem schönen Seitenwechsel bescherte dem FC die 2:1-Führung. Völk hatte die Zeit, den Ball am Strafraum in Ruhe anzunehmen und netzte ein. Kurz vor der Halbzeit parierte Stöckel nochmals eine FC Chance. Die Halbzeitansprache von Trainer Bundschuh trug Früchte. Die Heimelf verteidigte höher und kam nun in der gegnerischen Hälfte zu mehr Balleroberungen. Bereits in der 47. Minute nahm Hauk den Schussversuch von Heinrich auf, umkurvte den Torhüter und traf zum Ausgleich. Die nächsten 30 Minuten waren geprägt durch viel Kampf und Gelben Karten auf beiden Seiten. In der 67. Minute verzog der eingewechselte Bundschuh aufseiten des FC nach einem langen Ball. In der 89. Minute erlöste Hauk mit seinem dritten Treffer des Tages den TSV. Ein paar Minuten zittern bis zum Schlusspfiff waren noch angesagt, bevor der Nikolaus zu Besuch ins TSV-Sportheim kam.

© Fränkische Nachrichten, Montag, 02.12.2019