Der Spieltag

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Der erste Sieg soll her

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Der FSV Waldbrunn (grün) ist in dieser Saison noch ohne Sieg. Am Wochenende wartet mit dem FV Mosbach zwar ein starker Gegner, doch der FSV braucht dringend Punkte. Foto: Stefan Weindl

Von Hubert Waldenberger

Mosbach/Buchen. Dass an den bisherigen Landesligaspieltagen der Ball jeweils mehr als 30 Mal im Netz landete, hing meist mit einzelnen besonders torreichen Begegnungen zusammen. Zum Beispiel mit dem 6:1-Erfolg des FC Grünsfeld gegen den TSV Oberwittstadt oder dem 9:0-Sieg des FV Lauda über den SV Viktoria Wertheim. Am kommenden Wochenende werden nicht neun, sondern nur acht Partien ausgetragen, sodass die 30er-Marke eventuell nicht erreicht wird. Der TSV Höpfingen sowie der FV Elztal sind spielfrei, und das Match zwischen dem SV Wertheim und dem SV Königshofen geht erst am kommenden Mittwoch über den Rasen.

Am morgigen Samstag um 16.30 Uhr empfängt der TSV Rosenberg den FC Schloßau. Ergo treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich am vergangenen Sonntag Niederlagen eingehandelt hatten. Nach zwei erfolgreichen Matches verloren die Rosenberger in Wagenschwend überraschend klar mit 0:3. „Jedes Mitglied dieser Mannschaft hat dazu beigetragen, dass wir dieses Spiel verloren haben. Uns hat einfach die Konzentration und Frische gefehlt“, konstatiert Rosenbergs Spielertrainer Daniel Breitinger kurz und bündig und gibt die Maxime für die morgige Partie vor: „Wir wissen, dass wir etwas gut zu machen haben. Auch für unsere Fans. Wir wollen das Spiel gegen Schloßau unbedingt gewinnen.“ Wenn gegen TS Mosbach ein Zähler in Schloßau bliebe, könne man sich bei den Blau-Weißen auf die Schulter klopfen, fand FC-Vorsitzender Klaus-Dieter Klopsch vor der Begegnung mit dem Tabellenführer aus der Kreisstadt. Das Schulterklopfen fiel zwar aus, gleichwohl konnten die Schloßauer Fußballer erhobenen Hauptes vom Rasen gehen. Um in Rosenberg gegen das auf Wiedergutmachung fixierte TSV-Team nicht leer auszugehen, muss in Spielertrainer Christian Schäfers FC-Truppe alles zusammenpassen.

Dass TS Mosbach pünktlich zum Saisonbeginn hellwach war und inzwischen den dritten Sieg in die Statistik schrieb, ist erstaunlich, denn jede Menge Ab- und Zugänge hatten den Kader durcheinandergewirbelt. „Momentan läuft es wirklich sehr gut für unseren Verein, den starken Auftakt verdanken wir unserer Arbeit vor der Saison“, sagt Trainer Erol Arslan. „Wir haben uns mit talentierten Spielern verstärk und die Pause produktiv genutzt, um unser Team als Ganzes zu formen.“ Dass das gelungen ist, beweisen drei Siege. „Natürlich sind wir stolz auf den Erfolg, aber wir sehen weiterhin Verbesserungspotenzial“, berichtet Arslan und ergänzt: „Wir versuchen, die Siegesserie fortzusetzen und sind zuversichtlich, dass es gelingen wird.“ Der TS-Gegner am Sonntag, der TSV Oberwittstadt, steht als Prüfstein, denn die „Wittschter“ haben inzwischen offenbar den Blinker gesetzt, um auf die Erfolgsspur der letzten Jahre zu wechseln. Mit dem 1:0 gegen den FV Mosbach, bei dem das Glück des Tüchtigen ein bisschen Pate stand, wurde der Grundstein gelegt.

Für den FV Reichenbuch steht ein Heimspiel auf dem Programm. Bekanntlich ein „unechtes“ Heimspiel, denn auch die Partie gegen den SV Viktoria Wertheim wird auf dem Sportplatz des VfB Breitenbronn ausgetragen. Sowohl gegen den SV Königshofen als auch gegen den FV Elztal kamen die Reichenbucher über ein Remis nicht hinaus. „Wir haben uns sehr genau auf die Elztaler Mannschaft und deren Spielstil vorbereitet. Dass wir dann in dieser unbefriedigenden Art und Weise in das Spiel starteten, war sehr ernüchternd. Obwohl wir im Anschluss sogar 3:2 in Führung lagen und längere Zeit einen Spieler mehr auf dem Spielfeld hatten, muss man sagen, dass das Ergebnis leistungsgerecht war“, resümiert Reichenbuchs Spielertrainer Dominik Weber. Sein Gesamtfazit: „Insgesamt können wir mit dieser Leistung jedoch nicht zufrieden sein.“ Zwar scheint die Aufgabe gegen die Null-Punkte-Mannschaft vom Main lösbar, doch lässt sich Weber von den Resultaten der Wertheimer nicht beeinflussen. „Ich versuche Lösungen mit der eigenen Mannschaft zu erarbeiten, die es uns ermöglichen, erfolgreich zu sein“, betont der Spielertrainer, der ein schwieriges Spiel erwartet, „weil natürlich auch die Wertheimer unbedingt punkten müssen.“

Beim FV Mosbach steigt das Lokalderby gegen den FSV Waldbrunn. Mit drei von neun möglich gewesenen Zählern ist der MFV selbstverständlich nicht zufrieden. „Wir konnten uns bisher für unseren Aufwand nicht wirklich belohnen. Neben dem verdienten Sieg gegen Schloßau haben uns vor allem viele kleine Dinge auf die Verliererstraße gebracht“, erklärt Mosbachs Coach Dominic Krümpelbeck. Er könne seiner Mannschaft jedoch keinen großen Vorwurf machen, denn die Intensität im Training stimme seit mehreren Wochen. „Leider schaffen wir es nicht, diese Intensität sonntags auf den Platz zu bringen. Oberwittstadt hat am letzten Sonntag den Sieg mit Glück und Geschick über die Zeit gebracht und wir waren im letzten Drittel nicht zwingend genug“, so Krümpelbeck. Sein Blick auf die Partie gegen Waldbrunn: „Wir wollen im Derby natürlich mehr Intensität in unser Spiel bringen und insbesondere im letzten Drittel mehr Durchsetzungsvermögen an den Tag legen und dann auch den letzten Ball an den Mann bringen.“ Die Elf vom Hohen Odenwald konnte noch keinen Dreier verbuchen. Ob der erste in der Kreisstadt gelingt, bleibt abzuwarten. Wenn die beiden Mannschaften an die letzten drei Matches gegeneinander anknüpfen, sind jede Menge Tore zu erwarten. Die Resultate der drei letzten Begegnung: MFV – FSV: 6:3. FSV – MFV: 5:1. MFV – FSV: 4:1.

Der SV Neunkirchen macht sich am Sonntag auf den Weg nach Assamstadt. Und beim dortigen TSV wartet auf die „Neikercher“ mit Sicherheit kein Zuckerschlecken, denn Trainer Horst Becks Equipe hat noch keine Partie verloren. Bisher sind sich SVN und TSV in der Landesliga zwei Mal begegnet, in beiden Partien zog die Truppe aus dem Kleinen Odenwald den Kürzeren. Bange machen gilt nicht, wird SV-Spielertrainer Florian Müller seinen Jungs einimpfen. Der Grund: Zwei Heimsiege, zuletzt gegen den SV Nassig, sowie eine Niederlage in Höpfingen, in der die Müller-Elf jedoch eine gute Vorstellung bot. „Rotschi“, der Höpfinger Pressemann, sprach von einer Partie zweier stark agierender Mannschaften.

Der SV Wagenschwend zauberte in zwei Heimspielen Erfolge auf den Rasen wie ein Zauberer Kaninchen aus dem Hut. Zuletzt war es der 3:0-Sieg gegen den TSV Rosenberg. Die Auswärtsniederlage bei TS Mosbach können die Männer um Spielertrainer Daniel Merz abhaken, denn TS zählt nicht zu den Adressen, bei denen der SVW punkten muss. Bisher sind die Wagenschwender, die am Sonntag beim FV Lauda antreten, den Taubertälern nur einmal begegnet. Das war zu Hause im BFV-Pokalspiel 2016, das die Elf aus der Eisenbahnerstadt 2:0 gewonnen hat. Zwar klingt der 9:0-Erfolg des FVL gegen den SV Wertheim vom vergangenen Sonntag furchteinflößend, doch hatten die Wertheimer enorme Personalprobleme. Für Wagenschwend gilt zunächst die Phrase, wonach jedes Spiel bei Null beginnt. Jedenfalls hat der SVW nichts zu verlieren.

Wer holt die ersten Punkte?

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Stolpert der Tabellenführer? Die SpG Rippberg/Wettersdorf-Glashofen (grün) muss zur ebenfalls noch ungeschlagenen SG Ertfal. Foto: Klaus Narloch

Buchen. (mami) Der FC Zimmern kann Derby. Das bewies die Kipphan-Elf am vergangenen Wochenende beim verdienten und deutlichen 4:0-Sieg gegen den SV Großeicholzheim. Ein wichtiger Erfolg, denn es waren die ersten Punkte der Saison. Bereits heute Abend wartet das nächste „Nachbarschafts-Duell“ auf die junge Truppe, denn der FC empfängt den SV Seckach. Der hingegen hat eher schlechte Erinnerungen, wenn es heißt: Derby-Zeit. Am ersten Spieltag verlor die Mannschaft von Lukas Geider nach großem Kampf in letzter Minute in Großeicholzheim. Dennoch werden die SVS-Kicker froh sein, dass sie endlich wieder auf den Rasen dürfen, denn der erste Spieltag war der bisher einzige, den sie bestritten. Am zweiten Spieltag hatten sie Spielfrei, das Spiel gegen den TSV Höpfingen II wurde auf kommenden Dienstag verlegt. Heißt auch: Der SVS hatte noch keine Möglichkeit die Niederlage aus dem Auftaktspiel wieder gut zu machen. Aber auch der FCZ wird alles in seiner Macht stehende tun, um den frisch gewonnenen Aufwind beizubehalten.

Aufwind hat auch die SpG Oberwittstadt II/Ballenberg, die bisher noch ungeschlagen auf Rang zwei der Tabelle steht. Die Truppe von Spielertrainer Christian Schledorn muss am Samstag zur SpG Adelsheim/Oberkessach, die hingegen noch ohne Sieg dasteht. Eine Niederlage und zwei Remis stehen für die Mannschaft von Trainer Joachim Dikel zu Buche. Am letzten Spieltag war man ganz nah dran am ersten Dreier, verspielte allerdings eine 3:0-Führung und musste in der 90. Minute den Ausgleich hinnehmen. Besonders gut in Form ist aktuell Gäste-Angreifer Luca Hofmann, der in den letzten beiden Saisonspielen sechs Treffer erzielte. Die Heim-SpG dürfte also gewarnt sein und sich den ersten Saisonsieg vorgenommen haben.

Viel vornehmen wird sich wohl auch die SG Erftal, die den Spitzenreiter aus Rippberg/Wettersdorf-Glashofen empfängt. Der weist bisher eine makellose Bilanz von drei Siegen in drei Spielen auf. Dazu erzielte die SpG elf Tore und kassierte nur ein einziges Gegentor. Die Sache scheint also klar, doch auch die SG Erftal konnte bisher beide ihre Spiele gewinnen. Mindestens eine der beiden Mannschaften wird also am Wochenende die ersten Punkte der Saison abgeben müssen. Wenn die SG die Punkte zu hause behalten will, wird es vor allem darauf ankommen, die starke Offensiv-Abteilung der Gäste unter Kontrolle zu bekommen. Aber auch die Heim-Defensive, weiß, wie man den eigenen Kasten sauber hält – Auch sie kassierten bisher nur einen einzigen Gegentreffer.

Ebenfalls ungeschlagen ist die SpVgg Hainstadt II, die am Wochenende zur SpG Osterburken II/Bofsheim reisen muss. Und die reinen Fakten sprechen nicht dafür, dass die Gäste ihre erste Niederlage hinnehmen müssen. Die Heim-SpG steht noch ohne Punkte da, kassierte drei Niederlagen aus drei Spielen. Sollte die SpVgg tatsächlich siegen, würde sie ihren Platz im oberen Mittelfeld sichern, sollte die Heimelf tatsächlich die ersten Punkte der Saison einfahren lockt der Sprung weg von den Abstiegsrängen.

Mit dem Tabellenkeller haben weder der FC Bödigheim, noch die SpG Mudau/Schloßau II aktuell etwas zu tun. Der Blick geht nach vorne. Dabei startete der FC durchaus verhalten. Vor der Saison als Topfavorit ausgemacht, plagen sich die Bödigheimer mit Problemen. Aber: Wenn alle Neuzugänge fit und integriert sind, ist der FCB einer der Top-Adressen in der A-Klasse. Ob das am Wochenende schon der Fall sein wird, muss sich zeigen. Die SpG hingegen hat sich als das „Stehauf-Männchen“ der Liga einen Namen gemacht. Erst lag man gegen Sennfeld/Roigheim II mit 0:2 zurück und erkämpfte sich ein Unentschieden, dann holte man gegen Adelsheim/Oberkessach sogar einen 0:3-Rückstand auf. Sollte der FC also in Führung gehen, darf man sich bei der Edelmann-Elf der drei Punkte trotzdem noch nicht gewiss sein.

Wiedergutmachung steht auf der Agenda des SV Großeicholzheim, nachdem man sich am vergangenen Spieltag dem FC Zimmern mit 0:4 geschlagen geben musste. Die Modersohn-Elf kann zwar drei Rückkehrer aus dem Urlaubs-- und Verletzten-Pool verzeichnen, mit einer ähnlichen Leistung wie gegen den FC wird es aber vermutlich auch gegen die SpG Sennfeld/Roigheim II nicht reichen. Dafür benötigt man mehr Stabilität im Defensivbereich sowie mehr Durchschlagskraft in der Offensive. Die SpG will am Sonntag endlich ihren ersten Saisonsieg einfahren, nachdem man bisher einmal remisierte und zweimal verlor. Ob der der angeschlagene SV Großeicholzheim der richtige Gegner ist, wird sich am Wochenende zeigen müssen und kommt auch darauf an, wie gut der SVG die Derby-Niederlage verkraftet hat.

Zwei Überraschungen treffen beim Spiel zwischen der SpG Sindolsheim/Rosenberg II und dem FC Hettigenbeuern aufeinander. Vor der Runde hätten viele die SpG weit vorne erwartet und den HSV eher im Abstiegskampf. Die Realität stellt sich aber genau umgekehrt dar. Hettigenbeuern konnte bereits zwei Siege verbuchen und steht auf Rang drei, während die SpG weiter auf ihren ersten Saisonsieg wartet. Während der HSV bereits sieben Treffer auf dem eigenen Torkonto hat, konnte die SpG nur ein einziges mageres Törchen erzielen, kam am letzten Spieltag beim Spitzenreiter Rpperg/Wettersdorf-Glashofen mit 6:1 unter die Räder. Die Vorzeichen stehen also schlecht für das Schlusslicht.

Titelbild: Photo by Connor Coyne on Unsplash

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