2. Spieltag

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Zwischen Personalnot und Überangebot

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Bereits im Badischen Pokal trafen der FSV Waldbrunn (grün) und der TSV Assamstadt aufeinander. Damals gewann der TSV mit 1:3. Am Sonntag wollen die Waldbrunner den Spieß umdrehen und die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Foto: Stefan Weindl

Von Hubert Waldenberger

Mosbach/Buchen. Am ersten Landesliga-Spieltag sind pro Match 3,8 Tore gefallen, am ersten Spieltag der vergangenen Saison waren es durchschnittlich vier Treffer pro Begegnung – also fast identische statistische Durchschnittswerte. Der erste Tabellenführer der vergangenen Spielzeit hieß FV Lauda, der aktuelle Tabellenerste heißt SV Neunkirchen. Der zweite Spieltag wird am morgigen Samstag um 15 Uhr mit der Partie des FV Lauda gegen den FV Elztal eröffnet. Eine Stunde später empfängt der FC Grünsfeld den TSV Oberwittstadt. Die weiteren Matches werden am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen. Der FC Hundheim-Steinbach ist spielfrei.

Der FV Lauda musste im Lokalderby gegen Königshofen den Messestädtern einen Zähler überlassen (2:2). Auffallend waren die Ersatzbänke der beiden Taubertalvereine. Beim SV Königshofen saßen zehn Fußballer auf der Wechselbank, beim FV Lauda neun. Von dieser Quantität kann der morgen in Lauda antretende FV Elztal nur träumen. Einschließlich Trainer Rolf Lang hielten sich am vergangenen Sonntag bei den Elztälern gerade mal drei Akteure für Wechsel bereit, die alle zum Einsatz kamen. Vor dem morgigen Treffen der beiden FV-Clubs stand diese Paarung schon vier Mal auf dem Terminplan, wovon zwei aufgrund der Corona-Pandemie abgesetzt wurden. Die beiden anderen Matches, die im Taubertal ausgetragen wurden, gingen mit 3:0 und 4:0 an den FV Lauda. Ergo weiß Trainer Rolf Langs Elf, was auf ihn zukommt.

Dem TSV Oberwittstadt gelang fürwahr kein Einstand nach Maß, denn die die „Wittschter“ zogen auf eigenem Terrain gegen den TSV Assamstadt mit 1:4 den Kürzeren. Der Erfolg sei auch in dieser Höhe verdient gewesen, kam aus Oberwittstadt Anerkennung für den Namensvetter aus der Nachbarschaft. In den letzten Jahren zählten die „Wittschter“ zu den guten Adressen der Liga, in der letzten Saison vor Corona (2018/19) belegten sie in der Endabrechnung hinter dem VfR Gommersdorf und der SpVgg Neckarelz den dritten Rang. Und in diese Richtung sollen in der Partie in Grünsfeld die Weichen gestellt werden. Nach den letzten vier Verbandsspielen im Grünbachtal fuhr der TSV jeweils mit drei Punkten im Gepäck nach Hause.

Erschüttert vom Tod ihres Spielausschussmitglieds Andreas Marx fuhren die Fußballer des FV Mosbach zum SV Wagenschwend, bei dem sie mit 2:3 verloren. „Das Spiel hätten wir niemals verlieren dürfen. In der ersten Halbzeit muss es klar entschieden sein, aber aufgrund einiger unglücklicher Entscheidungen und Situationen sind wir auf die Verliererstraße geraten“, findet MFV-Coach Dominic Krümpelbeck. Die Leidenschaft sei da gewesen, allerdings habe sein Team „die fußballerische Qualität nicht lang genug auf den Platz bekommen“, so der Trainer der Kreisstädter. „Ein wenig Naivität darf man der jungen Mannschaft durchaus zugestehen, allerdings müssen wir hieraus lernen und es schnellstmöglich besser machen“, betont Krümpelbeck ebenso wie: „Wir spielen gegen Schloßau zu Hause und wollen natürlich gewinnen.“ Der FV-Trainer erinnert jedoch auch an das Heimspiel der letzten Saison gegen die Blau-Weißen: „Da haben wir uns gegen eine gut eingestellte Mannschaft sehr lange schwergetan. Und Schloßau ist eine gestandene Landesligamannschaft mit einer sehr ordentlichen Offensive.“ Mit dem Auftaktsieg im Rücken kann der FCS dem Match beim MFV gelassen entgegenschauen.

Aufgrund des deutlichsten Sieges am ersten Spieltag avancierte der SV Neunkirchen zum ersten Tabellenführer der Saison. Am Sonntag stellen sich die „Neikercher“ beim TSV Höpfingen vor. Das letzte Treffen im Lochbachtal zwischen TSV und SVN (25. August 2019) endete 3:3. Die 0:1-Niederlage am vergangenen Sonntag in Uissigheim durch das bereits in der dritten Minute gefallene Tor ging TSV-Coach Daniel Nohe gegen den Strich: „Weil wir versäumt haben, Tore zu machen.“ Allerdings stand auch nicht das optimale Aufgebot auf dem Platz. „Wir haben noch Urlauber und auch Verletzte. In den kommenden zwei Wochen wird sich die Lage bessern“, so Nohe. Den SV Neunkirchen bezeichnet er als starken Gegner, bei dem Trainer Florian Müller einen guten Job mache.

Der FV Reichenbuch konnte am ersten Spieltag eine „Freischicht“ einlegen und greift am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den SV Königshofen ins Geschehen ein. „Mit Königshofen erwarten wir eine Mannschaft, die jedes Jahr zu den Top-Fünf-Teams gehört. Sie sind in allen Mannschaftsteilen gut aufgestellt und haben auch im ersten Spiel gegen Lauda fußballerisch und physisch überzeugt“, findet Reichenbuchs Spielertrainer Dominik Weber. „Die Ergebnisse des ersten Spieltages haben mir aber nochmals bestätigt, worauf es nach dieser langen Wettkampfpause insbesondere ankommen wird: mannschaftliche Geschlossenheit, diszipliniertes Spiel gegen den Ball, das mit hohem läuferischem Engagement verbunden ist, gute Umschaltmomente“, konstatiert er und betont: „Wir haben natürlich den Anspruch, auch gegen eine gute Mannschaft wie Königshofen zu bestehen und dreifach zu punkten.“

Der mit einem Auswärtssieg gegen den FV Elztal gestartete TSV Rosenberg empfängt den SV Viktoria Wertheim. Selbstverständlich stehen die Mainstädter nach ihrer Heimniederlage gegen TS Mosbach nicht mit dem Rücken zur Wand, gleichwohl soll auf die erste Niederlage nicht die zweite folgen. „Das erst spät entschiedene Spiel gegen Mosbach hat gezeigt, dass mit Wertheim eine gute Mannschaft auf uns zukommt. Allerdings wollen wir natürlich versuchen, unsere eigenen Qualitäten auf den Platz zu bringen, um das erste Heimspiel zu gewinnen“, sagt Rosenbergs Spielertrainer Daniel Breitinger. Der TSV hat mit einigen Verletzungen zu kämpfen, auch Breitinger ist verletzt. „Ja, ich gehöre auch zu den Angeschlagenen, allerdings ist es im Vergleich zu anderen nur eine leichte Verletzung“, berichtet der Coach. Die Rosenberger haben ihren zusammengebliebenen Kader etwas vergrößert und auch verjüngt. „Wir sind jetzt schon zu einem richtig guten Team zusammengewachsen. Jeder hat verstanden, um was es geht“, so Daniel Breitinger.

Bei Türkspor Mosbach gab’s in der langen Pause erhebliche personelle Änderungen. Neun Abgängen stehen neun Zugänge gegenüber. Urlaubszeit bedeutet bei Türkspor meist, dass verschiedene Akteure nicht nur kurz, sondern länger weg sind. Dass jedoch trotz vieler Personaländerungen und der Urlaubszeit das Gefüge steht und die Richtung stimmt, hat Trainer Erol Arslans Mannschaft in Wertheim bewiesen. Und Marko Cabraja hat mit drei Treffern seine Torjägerqualität unterstrichen. Nicht von ungefähr erwarten mehrere Landesligisten TS als „Vorgeiger“ im Liga-Konzert. Ob die Arslan-Elf am Sonntag gegen den SV Wagenschwend den Ton angeben wird, bleibt abzuwarten. Dass mit dem Team um Spielertrainer Daniel Merz nicht gut Kirschen essen ist, zeigte sich in der erfolgreichen Partie des SVW gegen den FV Mosbach.

Wer Tormöglichkeiten nicht nutzt, wird mit einer Niederlage bestraft. Fast machte der FSV Waldbrunn im Heimspiel gegen den SV Nassig diese altbekannte Erfahrung. Jedoch konnten die Waldbrunner die Niederlage in der letzten Spielminute abwenden, denn Maximilian Vogel gelang der Ausgleich zum 2:2. Was das Sportgelände anbelangt, betritt die Elf vom Hohen Odenwald am Sonntag Neuland, denn der FSV ist bisher noch nie auf dem Assamstädter Terrain gegen den dortigen TSV angetreten. Dass TSV-Trainer Horst Becks Truppe gut drauf ist, zeigte sie beim 4:1-Sieg in Oberwittstadt.

Weitere Überraschungen vermeiden

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Der FC Zimmern (blau) will nach der Niederlage letzte Woche den ersten Saisonsieg einfahren. Foto: Klaus Narloch

Buchen. (mami) Allzu viel lässt sich noch nicht sagen, nach lediglich einem Spieltag. Doch auch wenn es noch viel zu früh in der Saison ist, um irgendwelche Prognosen aufzustellen: Einige erste Erkenntnisse lieferten die Teams der Kreisklasse A schon.

So zum Beispiel, dass der SV Hettigenbeuern alles daran setzt, eine ähnlich Saison wie die letzte zu vermeiden. Das war bereits am ersten Spieltag zu erkennen, als die Hemberger-Elf die SpG Adelheim/Oberkessach mit 4:0 nach Hause schickte. Mit dem Sieg hat der HSV jetzt schon mehr Punkte auf dem Konto als in der vergangenen Runde beim Abbruch.

Am Wochenende könnte es aber ungleich schwerer für die Mannschaft aus dem Morretalstadion werden, denn sie muss zum FC Bödigheim. Der FCB gilt für viele als der heißeste Kandidat auf die Meisterschaft, startete aber denkbar schlecht. Ohne etliche Stammspieler musste man sich der SpG Ripperg/Wettersdorf-Glashofen geschlagen geben. Auch deshalb wird man vermutlich mit viel Wut im Bauch antreten und gegen Hettigenbeuern endlich den ersten Saisonsieg einfahren wollen.

Überrascht hat auch der FC Zimmern am ersten Spieltag. Nicht wenige hatten mit einem Auftaktsieg des FCZ gegen Mudau/Schloßau II gerechnet. Am Ende musste man sich allerdings mit 0:1 geschlagen geben. Bereits morgen erwartet die Kipphan-Elf die SpG Oberwittsadt II/Ballenberg und will dort Wiedergutmachung betreiben. Doch auch die SpG ist nicht zu unterschätzen. Gegen Höpfingen II sah man lange wie der Sieger aus, kassierte dann aber noch kurz vor Schluss den Ausgleich. Auch deshalb wird Spieltrainer Schledorn und seine gesamte Mannschaft alles geben, um in Zimmern den ersten Sieg einzufahren und den FC vor eine harte Aufgabe zu stellen.

Neu in die Saison startet die SpG Sindolsheim/Rosenberg II, die am Wochenende noch spielfrei hatte. Mit der SG Erftal wartet ein Gegner, der der SpG, wie auch der restlichen Liga, fast unbekannt ist. Im letzten Jahr startete die SG noch in der Kreisliga, in diesem Jahr verzichtete man freiwillig auf seinen Startplatz und ging eine Etage tiefer. Aber auch der „Liganeuling“ wird sich erst in der neuen Klasse zurecht finden müssen. Der Start ist mit einem Sieg gegen Bofsheim/OsterburkenII schon einmal gelungen.

Mit viel Selbstvertrauen wird vermutlich der SV Großeicholzheim zum TSV Höpfingen II reisen. Die Truppe von Trainer Malte Modersohn startete mit einem 1:0-Derbysieg gegen den SV Seckach in die Saison. Doch ein Selbstläufer wird die Partie gegen die Landesliga-Vertretung sicher nicht. Im vergangenen Jahr kam der SVG beim TSV mit 1:4 gehörig unter die Räder. Und auch die Höpfinger bewiesen am vergangenen Spieltag, dass mit ihnen bis zur letzten Spielminute zu rechnen ist. Denn genau in dieser erzielten sie den Ausgleich gegen die SpG Oberwittstadt II/Ballenberg. Gegen die Jungs aus Großeicholzheim wird die Beckert-Elf nun alles daran setzten, den ersten Sieg der Saison einzufahren.

Mit der SpG Adelsheim/Oberkessach und der SpVgg Hainstadt II treffen zwei Teams aufeinander, die am ersten Spieltag zwei komplett unterschiedliche Gefühlswelten durchlebten. Adelsheim/Oberkessach kam beim SV Hettigenbeuern mit 0:4 unter die Räder, die SpVgg besiegte Sennfeld/Roigheim II mit 5:3. Die Adelsheimer werden den ersten Spieltag schnellstmöglich vergessen machen wollen und werden mit gehörig Wut im Bauch antreten. Die Hainstädter hingegen werden alles daran setzten, ihren gelungenen Start weiter zu führen.

Im Duell der „Kreisliga-Reserven“ empfängt die SpG Sennfeld/Roigheim II die SpG Mudau/Schloßau II. Die Sennfelder wollen schnellstmöglich die ersten Punkte der Saison einfahren. Die hat Mudau/Schloßau bereits in der Tasche. Durch den Überraschungserfolg im ersten Spiel gegen den favorisierten FC Zimmern, wird die Goldschmidt-Truppe mit gehörig Selbstvertrauen nach Sennfeld reisen.

Die ersten Punkte will auch die SpG Osterburken II/Bofsheim einfahren. Nach der Niederlage gegen Liganeuling Erftal, ist am Wochenende die SpG Rippberg/Wettersdorf-Glashofen zu Gast. Auch die sorgten mit ihrem Sieg über Bödigheim für eine Überraschung. Für Osterburken II/Bofsheim geht es darum, schnellstmöglich Punkte zu sammeln, um nicht direkt von Beginn an im unteren Tabellendrittel festzuhängen. Rippberg/Wettersdorf-Glashofen wird am Wochenende zeigen wollen, dass der Überraschungssieg am ersten Spieltag keine Eintagsfliege war.

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