Das Bild zeigt von links: Heinz Bach, Carlheinz Leitner, 
die Sieger Stefan Hauck u. Carsten Stolz, Carolin Stolz 
und Horst Stolz. Auf dem Bild fehlt: Christian Kuhn.
Foto: TSV Höpfingen

Die Beachclubmeisterschaften des TSV Höpfingen fanden am vergangenen Sonntag im Rahmen des TSV Sportfestes statt.  Im Modus „Jeder mit Jedem“ wurden in 6 Durchgängen und insgesamt 21 Spielen die Finalteilnehmer ermittelt.  Im Endspiel standen sich dann die beiden Duos: Heinz Bach (5 Siege) /Horst Stolz (3 S.)  gegen Stefan Hauck (4 S.)/ Carsten Stolz(3 S.) gegenüber. In zwei  Sätzen  ( 15:10  und 17:15) holte sich nach hartumkämpften Matches  Das Duo Stefan Hauck/Carsten Stolz die Beachclubmeisterschaft 2017.

Aktuelles Regelwerk beim Beach-Volleyball

Seit 2001 gilt auch in Deutschland das Rally-Point-System. Für jeden gewonnen Ballwechsel gibt es dabei einen Punkt, unabhängig davon welches Team gerade Aufschlag hatte. Jedes Spiel geht über zwei Gewinnsätze. Die ersten zwei Sätze werden bis 21 Punkte gespielt. Gewinnt jedes Team einen Satz, wird ein Entscheidungssatz bis 15 Punkte gespielt.  Zum Gewinn eines Satzes benötigt ein Team zwei Punkte Vorsprung, ansonsten wird der Satz unbegrenzt verlängert bis ein Team zwei Punkte Vorsprung erreicht hat.

Jedes Team hat eine Auszeit à 30 Sekunden pro Satz.

Der Seitenwechsel erfolgt ohne Pause nach jeweils sieben gespielten Punkten in den ersten beiden Sätzen, nach jeweils fünf Punkten im dritten Satz. Die Pause zwischen zwei Sätzen beträgt eine Minute. Einem Spieler ist es nicht gestattet, den Ball zweimal hintereinander zu schlagen (außer wenn er blockt, wobei dies dann auch als zweite Berührung gezählt wird). Der Spielzug dauert so lange bis der Ball den Boden berührt, "aus" geht oder es einem Team nicht gelingt, ihn ordnungsgemäß zurückzuspielen.

Das Spielfeld ist beim Beach-Volleyball 8 x 8 Meter groß – im Gegensatz zum 9 x 9 Meter großen Feld in der Halle.

Auf dem Beach-Court müssen die beiden Spieler nicht ihre Positionen wechseln. Eine Rotation wie in der Halle entfällt. Der Mitspieler des Aufgabespielers darf dem Gegner weder den Aufgabespieler noch die Flugbahn des Balles durch einen Sichtblock verdecken. Auf Anfrage des Gegners müssen sie sich seitwärts bewegen. Der Block zählt als erste Ballberührung, nach einer Blockberührung sind nur noch zwei weitere Berührungen möglich. Auch wenn der Blockspieler den Ball nur leicht touchiert, ist es die erste Ballberührung.

Pritschen zum Gegner ist nur im rechten Winkel (senkrecht) zur Schulterachse erlaubt, außer wenn der Spieler zu seinem Mitspieler spielen will und der Ball unbeabsichtigterweise zum Gegner fliegt. Der Lob ist nicht erlaubt. Der Ball darf nicht mit der sogenannten offenen Hand über das Netz gespielt werden, sondern nur mit den Fingerknöcheln (poke shot). Das Eindringen in den Spielraum, das Spielfeld oder die Freizone des Gegners ist nur dann erlaubt, wenn dieser nicht in seinem Spiel gestört wird. Ein ”Übertreten” mit Gegnerberührung gilt in der Regel als Fehler.Wenn sich ein ernster Unfall ereignet, während der Ball im Spiel ist, muss der Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen. Der Spielzug wird dann wiederholt.

Tritt während des Spiels eine äußere Beeinträchtigung auf, wird das Spiel unterbrochen und der Spielzug wiederholt.

Neuerungen 

Kapitän
Die Mannschaft wird in Zukunft vor, während und nach dem Spiel nur noch durch den Kapitän vertreten.
Fragen zur Interpretation und Anwendung der Regeln, zum Spielstand, dem korrekten Aufschlagspieler, das Einlegen eines Protestes, das Beantragen von Auszeiten, Nachfragen zu Netzhöhe oder Spielfläche oder das Ändern von Spielkleidung und Spielausrüstung fallen in seine Zuständigkeit.
(Volleyballregeln Beach 2013-2016: Paragr. 4.1.3, 5.1, 15.3, 19.1.2)

Spieltechnik
Der Begriff „Catch“ ist neu. Es dürfte sich aber an der technischen Linie der vergangenen zwei Jahre nichts ändern. (Quelle: Deutscher Volleyball Verband)

Netzberührung
Der Kontakt mit der oberen Netzkante oder den oberen 80 cm der Antenne in der in der Spielaktion ist ein Fehler, ebenso das Verschaffen eines Vorteils oder Behinderung des Gegners durch den Netzkontakt oder Zuhilfenahme des Netzes beim spielen des Balles. Das Eindringen unter dem Netz ist nicht verändert. (Volleyballregeln Beach 2013-2016, 11.3.1, 11.4.1, 11.4.3) (Quelle: DVV)

Sichtblock
Ein Spieler der aufschlagenden Mannschaft darf dem Gegner nicht gleichzeitig die Sicht auf den Aufschlagspieler und auf die Flugbahn des Balles durch einen individuellen Sichtblock verdecken.
Ein Sichtblock ist auch, wenn er während der Ausführung des Aufschlags die Arme hin und her schwenkt, springt oder sich seitwärts bewegt, um den Aufschlagspieler und die Flugbahn des Balles zu verdecken.
Der 1.SR entscheidet auf Sichtblock, wenn der Ball niedrig über diesen Spieler fliegt und der Annahmespieler den Aufschlagspieler nicht sehen konnte.
Wenn der Gegner einen Spieler bittet, aus der Sicht zu gehen, wartet der 1.SR kurz bis der Annahmespieler freie Sicht hat. Auch wenn der Gegner sich nicht bewegt wird der Spielzug angepfiffen, dann achtet der 1.SR aber besonders auf einen möglichen Sichtblock.
(Beach-Volleyball 2013-2016 Paragr. 12.5, 12.6.2.3, Guidelines)(Quelle: DVV)

Sanktionen für Verzögerungen
Sanktionen gelten für das ganze Spiel. Ist eine Mannschaft im Spiel schon verwarnt worden (gelbe Karte am Handgelenk), folgen danach nur noch Bestrafungen (rote Karte am Handgelenk und Punkt für den Gegner). (Quelle: DVV)

Persönliches Fehlverhalten
Bei geringem Fehlverhalten wird zunächst der Spieler verbal ermahnt, dann die gelbe Karte gezeigt. Damit gilt die Mannschaft für den Rest des Spiels als verwarnt, es folgen Sanktionen (Bestrafung oder mehr).
Bei wiederholtem geringen Fehlverhalten oder ungebührlichem Verhalten erfolgt die Bestrafung des einzelnen jeweiligen Spielers (rote Karte, Punkt und Aufschlag für den Gegner). Ein Spieler kann maximal 2 Bestrafungen pro Satz erhalten, danach wird in diesem Satz die nächste Sanktionsstufe erreicht.
„For rude conduct or a single repetition of rude conduct in the same set by the same player. On each of the first two occasions, the team is sanctioned with a point and service to the opponents. A third rude conduct by a player in the same set is sanctioned by expulsion. Rude conduct sanctions may, however, be given to the same player in subsequent sets.“ (Volleyballregeln Beach 2013-2016, 20.3.1)
Erst danach greift die übliche Höherstufung (Hinausstellung, Satzende). (Quelle: DVV)

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