TSV reist nach Mosbach

LANDESLIGA ODENWALD DER TSV STRÜMPFELBRUNN KOMMT MIT NEUEM TRAINERGESPANN NACH TAUBERBISCHOFSHEIM / OBERWITTSTADTS PRIMA BILANZ GEGEN BUCHEN

Wertheimer Derby-Konkurrenten im Sinkflug Spannend ging es am vergangenen Wochenende zu, denn in fünf Begegnungen wurde in den letzten Minuten der Siegtreffer erzielt oder nach Rückstand das Spiel sogar noch gedreht. Nach dem 0:0 im Nachholspiel zwischen dem SV Osterburken und dem VfR Uissigheim wurde die Tabelle begradigt: Alle Landesligisten haben jetzt neun Pflichtspiele absolviert. Auf ihren ersten Saisonsieg warten weiterhin der VfR Gerlachsheim und der TSV Strümpfelbrunn. Ungewöhnlich ist beim Blick auf die Tabelle, dass für fünf Vereine eine Punkteteilung bisher scheinbar tabu war. "Alles oder nichts" könnte auch die Devise im interessanten Verfolgerduell des SV Königshofen gegen Türkspor Mosbach sein, während es - weit vorausschauend - in mindestens drei Spielen um wichtige Punkte zum Klassenerhalt geht.

Sowohl der FV Mosbach als auch der anreisende TSV Höpfingen verloren nur eine Partie der letzten fünf Punktspiele. Schaut man genauer hin, sieht die Bilanz der Mannschaft von Tobias Ippendorf doch beeindruckender aus, denn die Mosbacher mussten sich dreimal mit einer Punkteteilung begnügen.

Das Heimspiel des VfR Gerlachsheim gegen den SV Neunkirchen ist für den VfR von eminenter Bedeutung, um die Abwärtsspirale zu stoppen. Denn auch die Gäste blieben drei Spieltage ohne Zähler, konnten aber zuletzt die Partie gegen Nassig trotz eines Rückstandes in den letzten fünf Minuten noch drehen. Im vergangenen Jahr gewann im Direktvergleich jeweils die Heimelf mit 3:1-Toren.

Fast synchron verlief die Saison bisher für den SV Nassig und den Nachbarn aus der Großen Kreisstadt, der SV Viktoria Wertheim. Die Viktorianer starteten auf Platz sechs, Nassig auf Platz acht; danach ging es abwärts, vor allem mit Nassig. Aber die Mannschaft von Trainer Sebastian Gegenwarth bekam wieder Aufwind und hat aktuell sogar mit einem Punkt Vorsprung auf Platz elf die Nase vorn. Ausgeglichen ist auch die 3-3-4-Direktbilanz, wobei man auf der Suche nach dem letzten Landesliga-Erfolg der Gastgeber schon acht Jahre zurückblicken muss. Die Neuauflage des Derbys will Nassig endlich wieder einmal für sich entscheiden, nachdem man im Vorjahr beim 1:2 trotz einiger Torchancen ohne Punkte blieb.

Dreimal zog der TSV Tauberbischofsheim in den letzten Landesliga-Jahren daheim gegen den TSV Strümpfelbrunn den Kürzeren. Jetzt wollen die Kreisstädter nach zwei Niederlagen gegen Spitzenteams der Liga wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Unterschätzen werden die Mannen von Trainer Mario Fleischer den Verbandsliga-Absteiger nicht, zumal dort Trainer Antonio Iannello zurückgetreten ist. Vorsitzender Markus Guckenhan hat zusammen mit Spieler Christoph Meier vorerst das Coaching übernommen.

Ohne Unterbrechung ging es für den SV Osterburken seit dem vierten Spieltag aufwärts. Von Platz 14 stürmte die Mannschaft von Trainer Jürgen Wöppel bis auf Platz fünf vor. Im Aufsteiger-Duell gegen den FC Grünsfeld will sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Die Gäste müssen die Trennung von Spielertrainer und Torwart Malte Schulze-Happe verdauen (wir berichteten); bei der knappen 2:3-Heimniederlage gegen Königshofen kam Torwart Sebastian Steffan bereits zu seinem zweiten Landesliga-Einsatz.

Seit drei Jahren schaffte es der TSV Oberwittstadt, sowohl daheim als auch auswärts in den Spielen gegen den TSV Buchen ohne Niederlage zu bleiben. In der vorigen Saison gelangen sogar zwei klare Siege (3:1, 4:1). Es gab zuvor allerdings einige Jahre, in denen zumeist vom TSV Buchen gewonnen wurde.

 

Kann der SV Königshofen weiter oben in der Landesliga Höhenluft schnuppern oder kann Türkspor Mosbach Anschluss finden? Diese Frage entscheidet sich am Sonntag, wobei die Messestädter als derzeit zweitbeste Heimelf der Liga leicht favorisiert sind. Und dies trotz des glanzvollen 5:1-Heimsieges der Mosbacher über Uissigheim. Denn auswärts hat Türkspor mit mageren vier Punkten aus fünf Spielen nicht gerade Bäume ausgerissen. Martin Michelbach, Sportlicher Leiter beim SVK kann sich mit Trainer Christian Moll nach den Eindrücken in Grünsfeld auf die Mannschaft verlassen: "Ein Kraftakt war nötig, ehe der Auswärtssieg feststand. Jetzt kommt die Bewährungsprobe für uns. Wir werden auf der Hut sein müssen, um den nächsten Dreier einzufahren."

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 06.10.2017