TSV mit Siegchancen

TSV mit Siegchancen

LANDESLIGA ODENWALD JETZT KOMMT MIT DEM SV NASSIG EINE KOMPAKT STEHENDE MANNSCHAFT NACH GOMMERSDORF

Es soll kein böses Erwachen geben

Torarm wie an keinem der folgenden Spieltage ging es zum Saisonauftakt zu. Dazu trug auch die Begegnung zwischen dem SV Osterburken und dem TSV Höpfingen als Gastgeber bei. Mit frischem Mut geht die Truppe von Trainer Jürgen Wöppel ihren letzten Heimauftritt in diesem Jahr an, auch wenn der letzte Erfolg über Höpfingen schon mehr als zehn Jahre zurückliegt (siehe auch das nebenstehende Kurzinterview). Ob die Serie ohne Niederlagen, die jetzt in die siebte Runde geht, weiterhin Bestand hat, muss sich im letzten Heimspiel des Jahres zeigen. Der TSV Höpfingen hat wieder Tritt gefasst und rechnet sich Siegchancen aus.

Die Abwehr spielte zweimal zu Null, doch den verletzungsbedingten Ausfällen musste der VfR Gommersdorf, der die letzten vier Wochen die Landesliga Odenwald anführte, Tribut zollen und die Herbstmeisterschaft der Spielvereinigung Neckarelz überlassen. Dennoch wurmte VfR-Trainer Thomas Nohe gewaltig, bei „gefühlten 80 Prozent Ballbesitz und 30 Ecken und Freistößen“ in der Partie gegen Viktoria Wertheim die Herbstmeisterschaft verschenkt zu haben. Jetzt folgen bis zur Winterpause noch zwei Spieltage der Rückrunde, die im Tabellenbild noch für Veränderungen sorgen können.

Erst in der zweiten Spielhälfte musste sich der FV Reichenbuch beim SV Neunkirchen in der Hinrunde mit 0:2 geschlagen geben. Im Rückspiel könnte der FV daheim mit einer erfolgreichen Revanche die Gäste um fünf Punkte distanzieren. Respekt vor dem anreisenden Gegner ist schon deshalb angebracht, weil die vorangegangen fünf Direktvergleiche in der Kreisliga immer der SV Neunkirchen gewann und dabei dreimal ohne Gegentreffer blieb. Den SV Neunkirchen erwartet in Reichenbuch eine schwere, aber reizvolle Aufgabe.

Mit seinem Tor zum 1:0 nach fast einer Stunde knackte Yannik Frank die sehr aufmerksame Wertheimer Abwehr und brachte damit auswärts den TSV Waldbrunn auf die Siegerstraße. Im Rückspiel will jetzt die SV Viktoria Wertheim ihre bekannte Auswärtsstärke unter Beweis stellen, so wie auch in der letzten Saison, als Pascal Greulich kurz vor der Pause das Siegtor zum 1:0 erzielte.

Im Stadtderby hofft der FV Mosbach, seinen nach fünf Dreiern in Folge überraschend vom TSV Höpfingen unterbrochenen Siegeslauf bei der favorisierten Spvgg. Neckarelz wieder fortsetzen zu können. Es wäre auch eine erfolgreiche Revanche für die 0:1-Heimniederlage im MFV-Stadion und im Direktvergleich seit 2002 der erste Dreier. FV-Trainer Peter Hogen kennt keinen Klub besser als den jahrelang von ihm äußerst erfolgreich betreuten Ex-Regionalligisten.

Hart umkämpft war am ersten Spieltag das Nachbarschaftsderby zwischen dem SV Königshofen und dem TSV Tauberbischofsheim; bei einem von der Taktik geprägten Spiel traf keine Mannschaft ins Schwarze. Die Messestädter wollen den Fans im letzten Heimspiel und der ersten Rückrundenpartie ein gutes Spiel mit Toren zeigen. Die Gäste sind ersatzgeschwächt in einer Außenseiter-Rolle. Der Sportliche Leiter des SV Martin Michelbach zeigte sich über einen offensiv ausgerichteten SV Nassig überrascht und meinte zum kommenden Gegner: „Am derzeitigen Tabellenstand ist der TSV sicherlich im Moment nicht zu messen. Wir müssen auf jeden Fall auf der Hut sein, um weiterhin in der Erfolgsspur zu bleiben.“

Ohne Tor, aber mit einem Zähler kehrte Türkspor Mosbach in der Hinrunde von seiner Auswärtspartie bei Eintracht Walldürn zurück. Im Rückspiel daheim wollen die Mosbacher nach dem beruhigenden 3:1-Heimsieg im zweiten Auftritt zu Hause die Walldürner besiegen, um die Fünf-Punkte-Distanz zum ersten Abstiegsplatz noch weiter zu vergrößern. Aufsteiger Walldürn kann die Überwinterung auf einem Abstiegsplatz noch abwenden, wenn zum ersten Mal ein Auswärtserfolg gelänge.

Torarm wie an keinem der folgenden Spieltage ging es zum Saisonauftakt zu. Dazu trug auch die Begegnung zwischen dem SV Osterburken und dem TSV Höpfingen als Gastgeber bei. Mit frischem Mut geht die Truppe von Trainer Jürgen Wöppel ihren letzten Heimauftritt in diesem Jahr an, auch wenn der letzte Erfolg über Höpfingen schon mehr als zehn Jahre zurückliegt (siehe auch das nebenstehende Kurzinterview). Ob die Serie ohne Niederlagen, die jetzt in die siebte Runde geht, weiterhin Bestand hat, muss sich im letzten Heimspiel des Jahres zeigen. Der TSV Höpfingen hat wieder Tritt gefasst und rechnet sich Siegchancen aus.

Auch im Rückspiel könnte der VfR Uissigheim gegen den TSV Oberwittstadt mit einem 1:1-Unentschieden wie in der Vorrunde gut leben. Beide Mannschaften neutralisierten sich damals weitgehend, ohne besondere Torgefahr zu entwickeln. Derzeit sind die Gastgeber mit neuen Schwung unterwegs, wie der klare 4:1-Heimsieg über Neunkirchen unterstreicht. Gleichzeitig verbesserte sich der VfR um drei Ränge auf Platz acht. Ein Dreier würde für eine ausgeglichene Heimbilanz sorgen.

Nicht unterschätzen wird der VfR Gommersdorf den SV Nassig, der sich immer stärker als kompakte Mannschaft zeigte und nach fünf Spieltagen ohne Niederlage erstmals wieder in Königshofen verlor. VfR-Trainer Thomas Nohe warnt deshalb davor, den Gegner zu unterschätzen, weil sonst nach dem 0:0 gegen Wertheim das nächste böse Erwachen drohe. „Fabian Geissler steht nach seiner beruflichen Abwesenheit wieder zur Verfügung, Max Schmidt und Markus Gärtner auch.“

Den 2:1-Auswärtserfolg möchte der FC Hundheim/Steinbach im Rückspiel gegen den FC Grünsfeld schon deshalb wiederholen, weil es daheim ein versöhnlicher Abschluss der Hinrunde wäre, die für den Aufsteiger zu Beginn sehr erfolgreich verlief. Zum Ende des Jahres schien den Mannen von Trainer Dirk Züchner etwas die Luft auszugehen, doch folgte am letzten Wochenende eine wieder sehr ansprechende, wenn auch erfolglose Heimpartie gegen Neckarelz. Doch auch den Grünsfeldern wird die Winterpause willkommen sein, denn nach einer imponierenden Aufholjagd wechselten sich zuletzt Licht und Schatten ab. Die Niederlage in Reichenbuch war nicht eingeplant, doch konnte Rang neun gehalten werden.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 23.11.2018