Hoffen auf einen Heimsieg

Hoffen auf einen Heimsieg

LANDESLIGA DEN LEITER DES SPIELBETRIEBS BEIM VERBAND FREUT’S: DIE LANDESLIGA LIEGT VOR DER WINTERPAUSE VOLL IM SOLL / BISHER KEINE SPIELAUSFÄLLE

Neckarelz reist mit Respekt zum FC nach Grünsfeld

Zum letzten Mal präsentiert sich der TSV Höpfingen in diesem Jahr nach durchwachsenen Wochen seinen Anhängern, die auf einem Heimsieg über Türkspor Mosbach hoffen. Die Gäste haben sich mit zwei 3:1-Siegen über Tauberbischofsheim und Walldürn aus einem Tief herausgearbeitet; nur noch drei Zähler beträgt der Rückstand auf den Tabellensechsten Höpfingen. Auswärts ist die Leistung von Türkspor überschaubar, denn nur in Uissigheim gelang ein Auswärtssieg. Der TSV Höpfingen ist auf dem besten Wege, zu alter Heimstärke zurückzufinden. Nur Neckarelz entführte in Höpfingen drei Punkte.


Sehr zufrieden sein dürfte Felix Wiedemann, Leiter des Spielbetriebs beim Badischen Fußballverband, mit dem bisherigen Rundenverlauf in der Landesliga Odenwald. Die Liga geht wohl nach den neun Punktspielen am Wochenende ohne Nachholtermine ins neue Jahr. Doch viele der 18 Landesligisten sehnen die Winterpause herbei, und einige Vereine haben den verletzungsbedingten Ausfall von Stammspielern zu beklagen. Manche Mannschaften konnten nur mit Mühe durch Nachwuchsspieler komplettiert werden; vor allem Englische Wochen waren eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Große Überraschungen im Vorderfeld der Liga blieben aus, denn schon seit dem vierten Spieltag tummeln sich die Spvgg. Neckarelz, der VfR Gommersdorf, der TSV Oberwittstadt und der FV Mosbach mit kurzzeitigen Unterbrechungen immer auf den vier ersten Plätzen. Ganz anders war die Entwicklung des Quartetts, das aktuell die Abstiegsplätze belegt, denn alle vier Landesligisten befanden sich vorher schon auf sicheren Tabellenplätzen. Der geringe Abstand zum Mittelfeld verspricht weiterhin viel Spannung.

Bereits am Samstag will sich der TSV Tauberbischofsheim im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten VfR Gommersdorf achtbar aus der Affäre ziehen. Denn TSV-Trainer Mario Fleischer kann personell schon einige Zeit nicht mehr aus dem Vollen schöpfen, doch auch die Gäste mussten improvisieren. Beide Landesligisten müssen auf torgefährliche Akteure verzichten, bei den Gästen ist gleich ein ganzes Quartett, das bis jetzt mit zusammen 25 Toren mehr als die Hälfte der insgesamt 47 Saisontreffer erzielt hat. Für die Kreisstädter wäre ein Überwintern oberhalb der Abstiegsplätze enorm wichtig, während Gommersdorf dicht am Spitzenreiter dran bleiben will. Im Direktvergleich ist die Überlegenheit der Gommersdorfer fast erdrückend, denn zehn der letzten zwölf Begegnungen konnten sie seit 2002 gewinnen.

Auch der zweite Aufstiegsfavorit muss am Samstag antreten; Gastgeber ist der FC Grünsfeld, der zu Beginn der Runde sich erst als Mannschaft finden musste und fünf Spieltage am Tabellenende einsortiert war. Die Spvgg. Neckarelz reist mit Respekt vor den Heimerfolgen des FC an, der trotz zeitweiliger Rückschläge fünf der bisher acht Heimspiele zum Teil hoch gewann. Das Hinspiel gewann Neckarelz daheim deutlich mit 4:0-Toren. Es war der zweite Spieltag, der den FC ans Tabellenende rutschen ließ. So einfach wird es diesmal nicht werden, auch wenn die Gäste klar favorisiert sind. Diese Einschätzung deckt sich auch mit den Antworten von Grünsfelds Spielertrainer Stephan Braun beim nebenstehenden Kurzinterview. Leider stehen Grünsfeld Lukas Albert (berufsbedingt), Manuel Betzel und Lukas Müller (beide Urlaub) sowie Markus Kraft und Steffen Seubert (beide verletzungsbedingt) nicht zur Verfügung.

Nach dem knappen 3:2-Erfolg in Uissigheim will der TSV Oberwittstadt die Gunst der Stunde nutzen und mit einem weiteren Heimsieg gegen den FV Reichenbuch nachlegen. Die Gäste freuten sich mit dem 4:0-Erfolg über Neunkirchen über den bisher höchsten Saisonsieg, der sie selbstbewusster antreten lässt. Das Hinspiel gewannen allerdings die „Wittschter“ mit 2:0-Toren. Eine Punkteteilung wäre also nur für die Gäste ein willkommenes Ergebnis zum Abschluss des Jahres.

Die Eintracht Walldürn kehrt pünktlich zum Rückrundenstart wieder auf die Tabellenplätze zurück, die sie schon zu Rundenbeginn drei Wochen lang innehatte. Damals verlor Walldürn klar mit 0:4-Toren beim SV Königshofen, der seinen Lauf von vier Siegen in Folge auch in Walldürn nicht abreißen lassen will. Martin Michelbach warnt nach dem knappen Sieg über Tauberbischofsheim vor Überheblichkeit: „Auch in Walldürn werden wir alles wieder mobilisieren müssen, um in der Erfolgsspur zu bleiben. Es gibt keinen Grund nachzulassen, denn nach wie vor benötigen wir jeden Zähler. Da bleiben wir weiterhin sehr demütig.“

Groß war die Erleichterung bei der SV Viktoria Wertheim, die mit etwa Glück beim TSV Waldbrunn durch den Treffer von Andrej Jörg zum 1:0 den ersten Sieg seit sechs Wochen landen konnte. Den vorletzten Platz konnte Wertheim nicht verlassen, doch nach Punkten mit Walldürn gleichziehen. Jetzt reist der VfR Uissigheim an, der das Hinspiel die Auswärtsstärke der Wertheimer zu spüren bekam und mit 1:2-Toren unterlag. Mit eben diesem Ergebnis zog der VfR auch im Vorjahr den Kürzeren.

Zum letzten Mal präsentiert sich der TSV Höpfingen in diesem Jahr nach durchwachsenen Wochen seinen Anhängern, die auf einem Heimsieg über Türkspor Mosbach hoffen. Die Gäste haben sich mit zwei 3:1-Siegen über Tauberbischofsheim und Walldürn aus einem Tief herausgearbeitet; nur noch drei Zähler beträgt der Rückstand auf den Tabellensechsten Höpfingen. Auswärts ist die Leistung von Türkspor überschaubar, denn nur in Uissigheim gelang ein Auswärtssieg. Der TSV Höpfingen ist auf dem besten Wege, zu alter Heimstärke zurückzufinden. Nur Neckarelz entführte in Höpfingen drei Punkte.

Auf ein 1:1-Unentschieden scheinen der SV Nassig und der anreisende TSV Waldbrunn seit drei Spielen abonniert zu sein, denn so endeten das Hinspiel und die beiden Begegnungen im Vorjahr. Der Gastgeber hat sich hartnäckig nach oben gearbeitet und sich von den Abstiegsplätzen entfernt. Doch die Abstände sind zu knapp, um sich in Sicherheit wiegen zu können. Die Waldbrunner haben dagegen mit 24 Punkten schon ein eher beruhigendes Punktekonto, das sie noch etwas aufpolstern wollen, nachdem der letzte Heimauftritt nicht überzeugte.

Ein insgesamt erfolgreiches Jahr will der FV Mosbach gegen den SV Osterburken mit dem siebten Heimsieg abschließen. Satte 16 Jahre ist es her, dass die Römerstädter einmal gegen den FV gewannen, doch die dann folgende 0-1-13-Bilanz spricht eine deutliche Sprache. Nur mit einem Dreier könnten die Römerstädter noch auf 20 Punkte kommen; dann müsste es aber für die Wöppel-Mannen besser laufen als im Hinspiel, das in Osterburken mit 1:2-Toren unglücklich durch den späten Treffer von Torben Frey in der dritten Minute der Nachspielzeit verloren wurde.

Zwei Verlierer des letzten Wochenendes, die beide vier Gegentreffer kassierten, treffen in der Begegnung des SV Neunkirchen gegen den FC Hundheim/Steinbach aufeinander. Willkomen wäre für die Gastgeber, wenn sie sich für die 0:1-Hinspielniederlage revanchieren könnten. Denn damit würde die Mannschaft von Trainer Antonio Iannello zwar auch bei einer Wertheimer Niederlage wegen des schlechteren Torverhältnisses auf dem letzten Tabellenplatz überwintern, aber die Kehrtwende wäre eingeleitet.Besserung ist trotz des 20-Punkte-Polsters auch für die Gäste das Gebot der Stunde, denn mit vier Niederlagen in Folge rutschten sie auf Rang elf ab.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 30.11.2018